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08.08.2026   Bezirk: Lichtenberg

NS-Verherrlichung in Kneipe in Lichtenberg-Mitte


Im Anschluss an das neonazistische „Lu-Fest“ in der Parteizentrale der Neonazi-Partei „Die Heimat“ in Berlin-Köpenick suchten mehrere Teilnehmende die als Treffpunkt der extrem rechten Szene bekannte Kneipe „Sturgis“ im Lichtenberger Weitlingkiez auf, um dort weiterzufeiern.

​Vor Ort hielten sich unter anderem zwei Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ auf. Sie trugen öffentlich T-Shirts mit eindeutig extrem rechten und NS-verherrlichenden Motiven und Schriftzügen: ​Auf der Vorderseite war ein Schriftzug der US-amerikanischen Rechtsrock-/Hatecore-Band „Max Resist“ zu sehen und auf der ​Rückseite die rassistische Parole „White Power Rock ’n’ Roll“, die Aufschrift „Maximum Resistance“ sowie die großflächig abgedruckte Zahl „88“ (Szenecode für „Heil Hitler“), kombiniert mit Eisernen Kreuzen.

​Die Kleidung und das Auftreten unterstreichen die gezielte Raumeinnahme und Präsenz der extremen Rechten im Stadtteil.

​Hintergrundinformationen zum Kontext:

​„Lu-Fest“ (Treptow-Köpenick): Am 08.08.2026 fand in Köpenick das vom „Die Heimat“-Kader Sebastian Schmidtke veranstaltete Rechtsrock-Event mit ca. 300 Teilnehmenden statt (u. a. Auftritte von Michael „Lunikoff“ Regener, „Lifa“, Enrico „Schratti“ Hager und Tobias „Bienenmann“ Winter). Mitglieder der „Jägertruppe“ sowie der Partei „Die Heimat“ übernahmen dort Ordnerfunktionen. Im Umfeld des Festivals wurden offen verbotene Kennzeichen (wie der SS-Totenkopf) sowie der verbotene Kühnengruß gezeigt.

​Hintergrund zur Band „Max Resist“: US-amerikanische Rechtsrock-/Hatecore-Band aus dem Umfeld der neonazistischen Musiknetzwerke „Blood & Honour“ (in Deutschland verboten) und den „Hammerskins“. Mehrere Tonträger der Band sind in Deutschland von der BZKJ indiziert. Die Band nutzt historisch u. a. den SS-Totenkopf als Symbol und vertreibt ihre Musik/Merchandise über extrem rechte Netzwerke (u. a. „PC Records“).

Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in, Rechts im Bild, Wikipedia, Tagesspiegel vom 10.08.2026, Instagram
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