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27.02.2025   Bezirk: Mitte

LGBTIQ*-feindliche mangelnde Unterstützung eines Lehrers in Moabit


Ein Lehrer in einer einer Schule in Moabit war 2023 wegen seiner Homosexualität monatelang von Schüler'innen gemobbt, beschimpft und beleidigt worden. Er beklagt außerdem Mobbing und falsche Vorwürfe durch eine Kollegin im Jahr 2024 sowie mangelnde Unterstützung durch Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungsverwaltung bis in die Gegenwart. Am 10. Februar 2025 war ihm durch einen Mitarbeiter der Schulaufsicht mitgeteilt worden, dass die Schulaufsicht die Vorwürfe gegen den Lehrer nach so langer Zeit nicht zweifelsfrei bewerten könne. Der Mitarbeiter hatte in diesem Brief aber auch erneut Vorwürfe gegen den Lehrer wiederaufgenommen, die auf den falschen Aussagen der Kollegin beruht hatten und von denen der Lehrer 2024 bereits gerichtlich freigesprochen worden war. Nun erhielt der Lehrer vom selben Mitarbeiter erneut ein Schreiben, in dem seine Beschwerden und seine Forderung an die Schulaufsicht, gegen die Schulleitung tätig zu werden und sie zur Rehabilitation seiner Person zu veranlassen, zurückgewiesen wurden. Stattdessen wurde er in dem Schreiben auch aufgefordert, keine weiteren pressewirksamen Aktionen zu unternehmen, die "den Schulfrieden beeinträchtigen könnten". Ihm wurde gedroht, mit seiner "Flucht in die Öffentlichkeit" würde er Gefahr laufen, "möglicherweise Dienstpflichten" zu verletzen. Der gemobbte Lehrer ist seit längerem krank geschrieben. Auch seine Bitte um Versetzung an eine andere Schule war abgelehnt worden.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Schwule Lehrer in der GEW Berlin, Märkische Oderzeitung vom 03.02.2025, rbb24 vom 26.06.2025, Die Zeit vom 16.07.2025
 
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