Sachbeschädigung aus antifeministischer und rechter Motivation in Dahlem
Mehrere Plakate, die an der Freien Universität (FU) in Dahlem aushingen, wurden beschädigt. Es waren u.a. offizielle Plakate der Universität, die für Diversität warben. Hier war z.B. das Wort "Diversity" durchgestrichen. Außerdem waren bei mehreren Plakaten, die Genderformen bei Ansprachen weg gestrichen, was dazu führte, dass sich die Ansprache nur noch an die maskuline Form richtete. Da nur Plakate beschädigt waren, die sprachlich genderten und dessen Themen "Diversität" oder "Gender" waren, während andere Plakate nicht betroffen waren, wird hier von einem zielgerichteten Vorgehen ausgegangen. Bei der Abwertung des Konzeptes "Diversity" und der Ablehnung von Gender-Vielfalt handelt es sich um den Versuch der extremen Rechten, zivilgesellschaftliches Engagement für eine vielfältige Gesellschaft abzuwerten und als bedrohlich für die eigenen Lebensweise dazustellen. Außerdem kann das Zerstören der gegenderten Sprachformen auf den Plakaten als antifeministische, politische Strategie verstanden werden.