Rassistischer Angriff und körperliche Gewalt im Weitlingkiez
Drei Personen (argentinisch, kolumbianisch, türkisch-kurdisch) hielten sich im Außenbereich eines Imbisses in der Weitlingstraße auf, als ein unbekannter Mann im Vorbeigehen eine rassistische Bemerkung („K-Wort“) äußerte. Als eine*r der Betroffenen verbal gegen die Beleidigung protestierte, eskalierte die Situation sofort.
Der Unbekannte griff die Gruppe mit einem Stuhl an und schlug anschließend mit den Fäusten auf einen der Betroffenen ein, auch nachdem dieser zu Boden gestürzt war.
Der Betroffene flüchtete in den Imbiss, um Schutz zu suchen. Die Mitarbeiter versuchten jedoch, den Schutzsuchenden am Betreten des Bereichs hinter dem Tresen zu hindern. Nachdem der Angreifer aus dem Laden verwiesen wurde, rief er in die Richtung der Betroffenen, dass er sie töten werde, wenn sie den Laden verlassen. Die Mitarbeiter forderten auch die Betroffenen auf, das Geschäft umgehend zu verlassen – trotz des Hinweises auf die weiterhin bestehende Gefahr im Außenraum und der Bitte um Solidarität. Ein Verlassen durch den Hinterausgang wurde von den Betroffenen abgelehnt.
Die Betroffenen verblieben bis zum Eintreffen der Polizei (ca. 00:00 Uhr) im Laden. Aufgrund der körperlichen Übergriffe wurde ein Rettungswagen (RTW) zur medizinischen Erstversorgung angefordert. Die Gruppe verließ den Ort nach der Behandlung mit einem Taxi.