Wahlkampfstand mit rassistischen Inhalten in Lichterfelde
Wie der Bezirksverband der AfD auf seinen Social-Media-Kanälen mitteilte, hielt dieser einen Infostand auf dem Kranoldplatz ab. Dort wurde die AfD-Zeitschrift „Blauer Bote“ verteilt.
In der verteilten Ausgabe wurden Migrant*innen beschrieben. Die Darstellung wird so bewertet, dass Migrant*innen darin als Belastung für die Gesellschaft gelten. Dies verstärkt sich dadurch, dass sie „hart arbeitenden Berlinern“ gegenübergestellt werden.
„Einheimische“ im Gegensatz zu Migrant*innen seien „richtige Fachkräfte, die unter kein Sozialprivileg fallen“. Dies wird so bewertet, dass Migrant*innen mit diesen Aussagen Integrationsverweigerung unterstellt werde, und dass damit das Narrativ bedient werde, dass migrantische und geflüchtete Personen nur nach Deutschland flüchten würden, um vom Sozialsystem zu profitieren.
Unsicherheiten im öffentlichen Raum, insbesondere für Frauen, werden mit einer „schleichenden Islamisierung“ in Verbindung gebracht. In der Ausgabe lassen sich zudem Begriffe wie „Gendergaga“ und „Transpropaganda“ finden, die „für abenteuerliche Frühsexualisierungstendenzen im Schulbetrieb“ sorgen würden.
Insgesamt bedient die Ausgabe damit sowohl rassistische und geflüchtetenfeindliche, als auch queer- und transfeindliche Erzählungen.