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17.10.2026   Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

Immer mehr Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain


Auch im Friedrichshainer Südkiez wurden wieder Wolfsangeln entdeckt und unkenntlich gemacht. Sie waren überwiegend in weißer Farbe, einige auch in schwarz. Betroffen war wieder massiv die Wühlischstraße und die Serie zog sich Richtung Frankfurter Allee durch. Teilweise ähnelten die angebrachten Symbole optisch einem Hakenkreuz.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.

Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

Quelle: Bürger*innenmeldungen
Begriffserklärungen: Hakenkreuz , Runen
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