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25.04.2026   Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

Racial Profiling am Moritzplatz


Sechs Polizisten drücken gegen 19 Uhr einen Schwarzen Mann (Straßenmusiker) im U-Bhf. Moritzplatz nach unten auf den Boden, vier weitere Polizisten stehen um ihn herum. Auf einer Videoaufzeichnung auf Instagram ist dies zu sehen und es ist zu hören, wie der Mann laut schreit: „Stop it, I can’t breathe, Help und I’m not resisting“ (Hört auf, Ich kann nicht atmen, Hilfe, Ich leiste keinen Widerstand).

Es wurde bekannt, das sich die Polizei aufgrund einer Vermisstensuche im Bahnhof aufhielt und die laute Musik des Musikers den Einsatz behinterte, weil erforderliche Funkgespräche und Durchsagen am Bahnhof nur sehr eingeschränkt möglich waren. Darauf hin wurde darum gebeten, die verstärkte Musik leiser zu stellen. Der Musiker folgte der Aufforderung, drehte jedoch nach kurzer Zeit die Lautstärke wieder auf. Er wurde von den Polizisten erneut angesprochen und ging dann Richtung Ausgang, wobei er die Beamten beleidigt haben soll, was zur Festnahme führte.

Den Instagram-Post kommentierte der Betroffene selbst mit einer anderen Darstellung: `Auf Bitten der Polizei habe er die Musik leiser gestellt, doch die Polizei habe ihn nicht in Ruhe gelassen. Also habe er den U-Bahnhof verlassen wollen. Ein Polizist habe ihn von hinten gepackt und zu Boden gebracht. Er sei angegriffen und geschlagen worden.´

Da die betroffene Person nicht aggressiv in Erscheinung trat, kann das Verhalten der Polizei aus unverhältnismäßig und als Racial Profiling eingestuft werden.

Quelle: Instagram, Tagesspiegel und Morgenpost vom 04.05.26
Begriffserklärungen: Anti-Schwarzer Rassismus
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