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27.03.2026   Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

Rassistische Veranstaltung im Rathaus Charlottenburg


Im Rathaus Charlottenburg fand am Abend ein Bürgerdialog der "AfD"-Fraktion unter dem Titel "Warum spricht niemand über Rassismus gegen Weiße?" statt. Eingeladen war ein prominenter "AfD"-Bundestagsabgeordneter, der in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgrund von rassistischen, antisemitischen und NS-verherrlichenden Aussagen in der Öffentlichkeit stand.

Das bei der Veranstaltung verbreitete Narrativ des "Rassismus gegen Weiße" wird in der Wissenschaft als extrem rechte Erzählung eingeordnet, die dazu dienen kann tatsächlich existierenden Rassismus zu verharmlosen oder zu leugnen. Die Veranstaltung bezog sich sowohl in der Ankündigung als auch inhaltlich auf die gleichzeitig stattfindenden "Aktionswochen gegen Rassismus".

Der eingeladene Redner äußerte bei dem Bürgerdialog laut Presseberichten unter anderem: „Wir wollen, dass Deutschland das Land der Deutschen ist, auch in hundert Jahren“. Völkische Ideen einer vermeintlich reinen, ethnisch-kulturell definierten Gemeinschaft, die alles „undeutsche“ ausschließe und vor einer imaginierten äußerlichen Bedrohung geschützt werden müsse, bestehen seit über hundert Jahren.

Er bezeichnete bei der Veranstaltung zudem den Begriff der „Remigration“ als einen „Hoffnungsbegriff“, den man gegen „Diffamierungen“ verteidigen müsse. Seit mindestens 2016 nutzen extrem rechte Akteure den Ausdruck als Kampfbegriff in politischen Kampagnen. Darin beschreibt Remigration euphemistisch die Vertreibung eines großen Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien. Versuche, den Begriff positiv umzudeuten, führen zu einer Normalisierung extrem rechter Konzepte.

Quelle: Register CW, Berliner Zeitung vom 28.03.2026
Begriffserklärungen: Alternative für Deutschland / AfD
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