Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez unkenntlich gemacht
Überwiegend in der Eldenaer Straße, aber auch in der Pettenkofer und Voigtstraße, wurde eine Serie von Wolfsangeln angebracht. In den Farben weiß, blau, braun, schwarz und gelb waren sie teils mit Pinsel gemalt und teils gesprüht. Angebracht wurden sie auf Fensterbänken, an Fassaden, Verteilerkästen und an Pfeilern. Gemeldet wurden mindestens 13 Stück, die alle unkenntlich gemacht wurden.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Zusätzlich wurden im selben Gebiet acht weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich sehende Schmierereien gemeldet, in den Farben weiß, schwarz, blau, lila. Auch diese wurden unkenntlich gemacht. In der Voigtstraße sahen die Schmierereien zwei Mal einem Hakenkreuz sehr ähnlich, lediglich der vierte Haken war nicht voll ausgeführt.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.