Wieder eine Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez
Wieder wurde eine Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez entdeckt und unkenntlich gemacht. Betroffen waren überwiegend die Eldenaer, Rigaer und Voigtstraße. In diesen Straßen wurden zudem auch, in gleichen Farben und ähnlichem Stil, leicht abgewandelte angebrachte Symbole unkenntlich gemacht. Bis auf kleine Abweichungen sahen sie einer Wolfsangel oder einem Hakenkreuz sehr ähnlich.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Außerdem wurden vorhandene "161"-Graffities und Transsymbole überwiegend in der Umgebung der Wolfsangeln verändert. Transsymbole wurden durchgestrichen, beim 161-Code wurde die erste eins durchgestrichen, sodass der Code "61" für Faschistische Aktion stehen blieb.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.