Aufkleber des "III. Weg" in Oberschöneweide
In der Wilhelminenhofstr. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Wilhelminenhofstr. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Am Ausgang des S-Bahnhofs Hirschgarten wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Wuhlheide wurde ein Aufkleber mit dem Gewaltaufruf "ZECKEN JAGEN" entdeckt und entfernt.
Im Bus 160 von Schöneweide in Richtung Altglienicke wurde am Abend aus einer Gruppe heraus der Hitlergruß gezeigt.
An einer Fahrradampel am Elcknerplatz wurden auf die drei Leuchten jeweils ein Hakenkreuz angebracht.
Auf dem Friedhof Baumschulenweg wurden auf Schildern, Wasserhähnen und Containern insgesamt 17 mal der neonazistische Zahlencode "1161" sowie viermal der Spruch "Antifa = Nazis" entdeckt.
In der U8 zwischen den Stationen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz wurde am frühen Abend ein Mann, der eine israelische Zeitung las, aus einer Gruppe von ca. zehn Personen heraus als "Kindermörder" beschimpft und bedroht.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurden zwei Frauen, von denen eine einen Davidsstern an einer Kette trug, von einer Gruppe von sechs Personen israelbezogen antisemitisch beleidigt und bedroht.
Eine jüdische Studentin wurde an der Humboldt-Universität nach einem Seminar von einer Mitstudentin angesprochen und ihr gesagt: "Jetzt halten alle deutschen Politiker wieder Reden für Euch Juden, aber Ihr Zios habt das voll verdient!"
In der Leipziger Straße und der Friedrichstraße wurden drei Aufkleber mit einem Slogan entdeckt und entfernt, mit dem Israel das Existenzrecht abgesprochen wird.
Im Katzengraben wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
An einem Schild an der Kreuzung Wendenschloßstr./ Lienhardweg wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
Am Nordbahnhof wurden zwei rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation und ein gegen die Antifa gerichteter Sticker entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Bellevue wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Veteranenstraße und der Brunnenstraße in Mitte wurden zwei antimuslimisch-rassistische und zwei rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
Der Schaukasten eines Jugendclubs in der Hoernlestr. wurde aufgrund eines Plakats für eine Demonstration gegen Rechts eines anderen Jugendclubs beschädigt.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa zehn Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
In der Leipziger Straße, der Littenstraße und der Voltairestraße in Mitte wurden in den letzten Tagen mehrfach rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
An zwei Mülleimern am Annemirl-Bauer-Platz wurde gegen 13:35 Uhr entdeckt, dass angebrachte Antifa-Logos mit "Scheiß Zecken" und "Bastarde" übermalt wurden. Die rechte Propaganda wurde unkenntlich gemacht.
Zudem wurde eine halbe Stunde zuvor festgestellt, dass in der Simplonstraße mehrere Sticker entfernt wurden, die sich für Feminismus und gegen Wehrpflicht richteten.
An einer Tramhaltestelle am Alexanderplatz wurde ein Anti-Antifa-Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Alfred-Randt-Str. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Plänterwald in der Nähe des Waldstadions wurde ein Aufkleber der NPD entdeckt und entfernt.
An einem Fallrohr in der Plesser Str. wurde ein NS-relativierender und antisemitischer Aufkleber, der den Nationalsozialismus mit dem Zionismus gleichsetzte, entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Strandbad Müggelsee wurden zwei rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
In der Nacht wurden an der Tramhaltestelle S-Bahnhof Schöneweide zwei Personen von einem Mann als "Scheiß Zecken" und "Schwuchteln" beleidigt.
Auf dem Geländer unter der Südostalleebrücke wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Am Pariser Platz vor der US-amerikanischen Botschaft hielten vier Reichsbürger*innen eine Mahnwache ab, bei der schwarz-weiß-rote Reichsfahnen gezeigt wurden.
Im Tiergarten in der Nähe der Gedenkorts für die Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD wurden vier Aufkleber aus extrem rechten Versandhandlungen entdeckt und entfernt worden. Zwei Aufkleber waren antimuslimisch-rassistisch, ein Aufkleber warb für eine extrem rechte "Remigrations"-Kampagne und ein Sticker richtete sich gegen die Antifa.
Im Großen Tiergarten wurde die Regenbogenbank am Gedenkort für die Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD erneut beschädigt. In der nach wurde sie von Unbekannten breitflächig mit Schwarzer Farbe beschmiert. Das Bezirksamt Mitte hatte die Bank als Zeichen der Solidarität mit der queeren Community und als Ort des Gedenkens aufgestellt. Im September war die Bank bereits dreimal von Unbekannten mutwillig zerstört worden.
Am Abend wurde eine Frau an der Kreuzung Salvador-Allende-Str./ Wendenschloßstr. aus antimuslimischer Motivation von einer Frau rassistisch beleidigt. Danach ist die Frau mit erhobenen Fäusten auf die Betroffene zugerannt und schlug ihr gegen die Schulter. Eine Zeugin schritt ein und stoppte damit den Angriff. Die Frau entfernte sich daraufhin und rief weiter rassistische und NS-verherrlichende Parolen.
Auf einem Spielplatz in der Bergstraße im Ortsteil Mitte wurde eine israelbezogen antisemitische Schmiererei gefunden, die den Zionismus pauschal als mörderisch verunglimpft.
Auf dem Schild am Büro des Linken Bezirksverbands im Allendeweg wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Wiltbergstraße wurden an den Fensterscheiben eines Begegnungsort der HoWoGe mehrere NS-verherrlichende Schmierereien angebracht. Darunter befanden sich Hakenkreuze, das Symbol der "Schwarzen Sonne", die Parole "Sieg Heil" und die Abkürzung "SS" sowie das Symbol der SS-Rune, die auf die nationalsozialistische Schutzstaffel (SS) verweisen. Weiterhin wurden der Schriftzug „Zecken boxen“ und die gleichbedeutende Abkürzung "ZKN BXN" angebracht.
An einer Tramstation vor dem Naturkundemuseum in Mitte zeigte ein Mann stand an der Kreuzung den Hitlergruß, schrie und wirkte sehr aggressiv, sodass niemand einschritt.
In einern Schule im Bezirk Mitte schmierten Unbekannte eine rassistische Bemerkung unter ein Namensschild einer Schwarzen Schülerin.
An der Treppe zwischen S-Bahnhof Hohenschönhausen und dem Cabuwazi klebten erneut mehrere Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg". Auf dem LGBTIQ*-feindlichen Motiv stand "Deutsch bleiben statt Mainstream" und im Hintergrund war eine Regenbogenfahne zu sehen. Auf einem weiteren Motiv war die antisemitisch zu wertende Parole "Terrorstaat Israel" zu lesen. Auf dem dritten Aufkleber, welcher direkt vor dem Cabuwazi angebracht wurde, stand der Slogan "Führt Euren Körper - Hart.Sauber.Gesund." und bewarb die "AG Körper und Geist".
Vor dem "Cinemotion"-Kino in der Wartenberger Straße klebte zudem das neue Aufkleber-Motiv der Neonazi-Partei "Der III. Weg" mit der anti-muslimischen Parole "Europa ist nicht der Orient - Kampf der Islamisierung!".
Und in der Wustrower Straße wurde ein selbstdarstellerischer "Der III. Weg"-Aufkleber gefunden. Alle Aufkleber wurden entfernt.
Auf dem Spielplatz Krummer Pfuhl im Lichtenberger Ortsteil Wartenberg wurde ein "FCK Antifa"-Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Breiten Luch wurde auf einem Stromkasten ein in weißer Farbe aufgemalter "1161"-Neonazi-Zahlencode gemeldet.
In der Grevesmühlener Straße klebte ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versand mit der Aufschrift "Sommer, Sonne, Remigration".
In der Ernst-Barlach-Straße wurde ein "FCK Antifa"-Aufkleber gemeldet.
In der Wartenbergstraße Ecke Anna-Ebermann-Straße wurde ein Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Auch ohne Sonne braun" in Kombination mit einer Schwarzen Sonne gefunden und entfernt.
An einer Schule in Neu-Hohenschönhausen wurden zudemNazischmiereieien in weißer Farbe an mehreren Stellen auf dem Schulgelände festgestellt und entfernt. U.a. waren die Schriftzüge "Nazijugend", "Nazis sind gut", "White Power" und "Lehrer sind Lügner" zu lesen.
An einer Tramhaltestelle am Alexanderplatz wurde eine Schmiererei mit dem von Neonazis gebrauchten gegen die Antifa gerichteten Code "1161" entdeckt.
Im Heidemühler Weg wurde an einem Laternenpfahl der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An Uferwegen entlang der Panke im Ortsteil Gesundbrunnen wurde dreimal der gegen die Antifa gerichtete neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und übermalt.
In der Hentigstraße wurde auf einem Verkehrsschild ein Neonazi-Aufkleber gemeldet und entfernt. Auf diesem war eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge zu sehen.
Zudem wurde in der Hentigstraße Ecke Marksburgstraße ein rassistischer "Remigrations"-Aufkleber gefunden und unkenntlich gemacht.
In der Unterführung des S-Bahnhofs Rummelsburg wurde ein extrem rechtes Symbol entdeckt. Es handelte sich hierbei um eine Wolfsangel-Schmiererei in schwarzer Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld.
Die Wolfsangel wurde zudem in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Das Graffiti reiht sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Am Morgen wurden ein Mann und eine Frau in der Tram Höhe Landfliegerstr. von einem Mann rassistisch beleidigt. Dann kam der Mann auf den anderen Mann zu, hob die Faust und versuchte, ihn ins Gesicht zu schlagen. Der Betroffene konnte ausweichen.
Im Bereich Gotlindestraße Ecke Siegfriedstraße wurden direkt an einer Jugendfreizeiteinrichtung und im näheren Umfeld insgesamt sechs Wolfsangel-Schmierereien in jeweils unterschiedlichen Farben (weiß, silber mit roter Umrandung, 2 x hellblau, gelb und schwarz) mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld gefunden. Die Symbole befanden sich am Zaun der JFE, auf Stromkästen, auf einem Glascontainer und auf einem Strommast.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Die Graffitis reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Am Paul-und Paula Ufer wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand "Unser Land - Unsere Werte - Identitäre Bewegung".
Unweit der Bushaltestelle am Victoriacenter wurde auf einer Wand eine Wolfsangel-Schmiererei in brauner Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld entdeckt. Die Wolfsangel wurde über einen Schriftzug gesprüht, der zu einem Schüler*innenstreik am 25.9.2026 aufrief.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Das Graffiti reiht sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Am Stuttgarter Platz und in der Windscheidstraße wurden mehrere A4-große, selbstgeschriebene Flyer entdeckt und entfernt, die an Laternen gekleistert waren oder in Fahrradkörben verteilt wurden. Die Flyer warben für verschiedene verschwörungsideologische und extrem rechte Websites, Medien und Youtube-Kanäle.
Am Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurde am Skate Trapez je ein "We hate Antifa"- und ein "FCK Antifa"-Aufkleber gemeldet und entfernt.
Ebenfalls am Skate Trapez wurde ein in schwarzer Farbe aufgemaltes Hakenkreuz entdeckt und unkenntlich gemacht.
Auch in der Woldegker Straße wurde ein "FCK Antifa"-Aufkleber gefunden und entfernt.
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde zudem ein Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Antifa = Antideutsch, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, asozial" entdeckt und entfernt.
Ebenfalls in der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein kleines Hakenkreuz in weißer Farbe gemeldet und unkenntlich gemacht.
In der Pichelsdorfer Straße wurde ein Aufkleber aus einem neonazistischen Onlineshop mit der Aufschrift „Antifa heißt Opfer sein ...“ entdeckt. Darunter ist eine tote Person mit mehreren Schusswunden zu sehen, die neben einem Mülleimer liegt und blutet.
Im Großen Tiergarten wurde die Regenbogenbank am Gedenkort für die Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD erneut beschädigt. Das Bezirksamt Mitte hatte die Bank als Zeichen der Solidarität mit der queeren Community und als Ort des Gedenkens aufgestellt. Im September war die Bank bereits zweimal von Unbekannten mutwillig zerstört worden.
Im Bereich des Storkower Bogens kam es zu einem rassistischen Vorfall. Eine bisher unbekannte männliche Person pöbelte Passant*innen lautstark an und verwendete dabei rassistische Beleidigungen (u. a. „scheiß Kanacken!“).
In Lichtenberg-Nord wurden erneut zahlreiche Wolfsangel-Schmierereien mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld gemeldet. Sie fanden sich in der Normannenstraße Ecke Rudolf-Reusch-Straße in hellblauer Farbe auf einem Stromkasten, an vielen Pfeilern, Laternen, Stomkästen, Hauswänden und Einfahrten in verschiedene Größen und Farben (beidseitig der Straßen und mindestens alle hundert Meter) von der Bornitzstraße über die Scheffelstraße und der Siegfriedstraße bis zum BVG-Gelände in der Gotlindestraße, am Jugendklub Holzhaus bis hoch zum alten Schlachthof in Friedrichshain. Auch entlang der der Eldenaer Brücke - sowohl auf Lichtenberger - als auch auf Friedrichshainer Seite - wurden erneut Wolfsangeln in schwarzer, brauner, blauer, weißer und gelber Farbe gemeldet.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Die Graffitis reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.