Behindertenfeindliche Beleidigung in Berlin
Ein Behindertenverband erhielt eine beleidigende E-Mail, die sich in diffamierender Weise gegen ein sehr engagiertes Mitglied sowie Menschen mit Behinderungen allgemein richtete.
Es gibt Vorfälle, die nicht lokal zugeordnet werden können, weil sie an bestimmte Adressat*innen gerichtet sind. Wenn beispielsweise ein Projekt, das Antisemitismus dokumentiert, selbst Ziel von antisemitischen Beleidigungen und Bedrohungen wird, dann findet das unabhängig vom tatsächlichen Sitz des Projekts statt. Zählt man alle Vorfälle, die in einem Jahr bei solch einem Projekt anfallen, in den jeweiligen Bezirk mit hinein, gewinnt man den Eindruck, dass eine Region besonders stark von antisemitischen Vorfällen betroffen ist. Um Vorfälle zu dokumentieren, die innerhalb Berlins stattfinden, die aber nicht lokal wirken, haben wir die Kategorie "Berlinweit" eingeführt. Wir erfassen auch Vorfälle als "Berlinweit", bei denen der genau Ortsteil in Berlin unbekannt ist.
Ein Behindertenverband erhielt eine beleidigende E-Mail, die sich in diffamierender Weise gegen ein sehr engagiertes Mitglied sowie Menschen mit Behinderungen allgemein richtete.
Zwei Jugendliche äußerten sich in der Ringbahn zwischen den Bahnhöfen Ostkreuz und Schöneberg anti-asiatisch rassistisch gegenüber einem anderen Fahrgast. Zudem sangen sie das "Erika"-Lied. Dabei handelt es sich um ein Marschlied der Wehrmacht von 1938, der Autor und Komponist war ein nationalsozialistischer Funktionär des Reichsarbeitsdienstes. Im Jahr 2025 hatte sich das Lied als NS-verherrlichende Propaganda über TikTok unter Jugendlichen verbreitet.