Gemeinsame Pressemitteilung der Berliner Register und der Opferberatungsstelle ReachOut für das Jahr 2015

Im Jahr 2015 dokumentierten ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rassistischer und rechter Gewalt und die Register in den Bezirken Angriffe und Vorfälle, die einen rassistischen, antisemitischen, homophoben oder diskriminierenden Hintergrund hatten. Unter Vorfällen, die in den Registern dokumentiert werden, sind neben Gewalttaten auch Propagandaaktivitäten, wie Aufkleber, Plakate oder Sprühereien, Veranstaltungen und Beleidigungen gefasst, die einmal jährlich qualitativ ausgewertet werden.

Auswertung des Qudstag-Marsches 2016

„Uns geht es darum aufzuzeigen, dass der Zionismus ungerecht, menschenfeindlich und gesellschaftszerstörerisch wirkt.“
(Jürgen Grassmann, bei der Aufktaktkundgebung des Qudstag-Marsches in Berlin, 2016)

Die vorliegende Auswertung des Qudstag-Marsches am 02. Juli 2016 wurde durch die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin, das Register Charlottenburg-Wilmersdorf und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) erstellt.

Jahresauswertung des Registers Reinickendorf für 2015

Das Register Reinickendorf hat seine Arbeit im Juli 2015 aufgenommen. Es wurden bis zum Jahresende 29 Vorfälle in Reinickendorf für das Jahr 2015 erfasst. Die Mehrzahl der Vorfälle (20 Vorfälle) sind rassistisch motiviert, bei 13 von ihnen bestand ein Zusammenhang mit Rassismus gegen Flüchtlinge. Da das Register sich langfristig etablieren muss, ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen und Vergleiche zum Vorjahr und zu anderen Bezirken sind nur bedingt aussagekräftig.

Auswertung 2015 des Registers Charlottenburg-Wilmersdorf erschienen

Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf hat Anfang März eine Auswertungsbroschüre über das Jahr 2015 herausgegeben. In der Broschüre werden aktuelle Entwicklungen der neurechten und nazistischen Szenen in Charlottenburg-Wilmersdorf erläutert. Die Broschüre kann beim Register Charlottenburg-Wilmersdorf per E-Mail bestellt werden oder zu den Öffnungszeiten abgeholt werden.

Jahresauswertung des Registers Friedrichshain-Kreuzberg jetzt online

Die Auswertung des Registers Friedrichshain-Kreuzberg ist jetzt online. Kurz zusammengefasst ergibt sich aus den im Jahr 2015 bekannt gewordenen Vorfällen folgendes Bild:
Im letzten Jahr wurden der Registerstelle insgesamt 88 Vorfälle bekannt, 60 % geschahen in Kreuzberg. Das ist die höchste Zahl seit 2010. Die Zahl der Angriffe liegt konstant bei 25. Darüber hinaus kam es zu 24 Beleidigungen. Die meisten Vorfälle geschahen aus einer rassistischen (30 %) oder antisemitischen (22 %) Motivation der Täter*innen heraus.

Auswertung des Registers Neukölln 2015

Im Jahr 2015 wurden 133 Vorfälle dokumentiert. Somit hält die Zahl der Meldungen das Niveau des Vorjahres (2014: 126). Bezogen auf Motiv, Stadtteil und Art gibt es jedoch Verschiebungen: Über die Hälfte der Vorfälle sind rassistisch, antisemitisch, antiziganistisch und antimuslimisch motiviert (2015: 82, 2014: 39). Erstmalig wurden die meisten Fälle in Nordneukölln registriert (55). In die Dokumentation sind hauptsächlich Propagandadelikte eingegangen (64).

Charlottenburg-Wilmersdorf verschlüsselt erreichbar

Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf ist ab sofort verschlüsselt per E-Mail erreichbar. Dazu kann die Verschlüsselungssoftware GnuPG verwendet werden. Der Fingerabdruck lautet 80B0 3CFB EF82 F7C9 C4CD DC90 5DA4 CB1C 7E0D 7488. Der öffentliche Schlüssel liegt auf dem Schlüsselserver pool.sks-keyservers.net bereit.

Auswertung des Pankower Register für 2015

Für das Jahr 2015 wurden in Pankow 242 Vorfälle gezählt. Gegenüber dem Vorjahr sind dies weit über 70 Meldungen mehr (2014: 167). Gegenüber 2013 (154) stellt der Sachverhalt eine sehr starke Steigerung dar. Der Anstieg in den letzten Jahren liegt an verstärkten Aktivitäten von NPD und Autonomen Nationalisten im Pankower Norden seit Sommer 2012, aber auch an einer zugespitzten, teilweise rassistischen Stimmung seit Ende 2014 durch die Eröffnung neuer Geflüchtetenunterkünfte in Pankow, Berlin und Deutschland. Es zeigt sich, dass rechtsextreme Einstellungen, wie z.B.

Auswertung des Register Treptow-Köpenick für das Jahr 2015 erschienen!

Am 8. März 2016 wurden mit einer gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse der Berliner Register und der Opferberatungsstelle "ReachOut" vorgestellt. Für den Bezirk Treptow-Köpenick liegen folgende Zahlen vor: Im Jahr 2015 wurden 305 Vorfälle dokumentiert (2014:231); seit Bestehen des Registers die bisher höchste Anzahl in einem Jahr. Der Schwerpunkt der Meldungen im letzten Jahr lag bei rassistischen Vorfällen (150), der höchste Anstieg nach Art der Vorfälle waren Kundgebungen und Demonstrationen (60), fast ausschließlich mit rassistischem Motiv.

Auswertung des Lichtenberger Registers für 2015 erschienen

Am 8. März 2016 wurden mit einer gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse der Berliner Register und der Opferberatungsstelle "ReachOut" vorgestellt. Für den Bezirk Lichtenberg liegen folgende Zahlen vor:
Insgesamt 234 Vorfälle wurden im Jahr 2015 in Lichtenberg gezählt. Damit haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr
(2014: 105) mehr als verdoppelt.
Der enorme Anstieg ist vor allem auf die Mobilisierungen ge- gen Flüchtlinge und ihre Unterbringungen zurückzuführen. Rassismus war mit 155 der Vorfälle das vorherrschende Motiv in diesem Jahr.

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