Anti-Schwarzes rassistisches Graffiti am Bahnhof Staaken
Auf dem Eisengeländer direkt am Fahrstuhl des Bahnhofs Staaken wurde ein Graffiti mit dem Schriftzug „I hate N*!!!“ gesichtet.
Auf dem Eisengeländer direkt am Fahrstuhl des Bahnhofs Staaken wurde ein Graffiti mit dem Schriftzug „I hate N*!!!“ gesichtet.
An einer Rollentreppe des U-Bahnhofs Rathaus Spandau wurde ein aus einem extrem rechten Onlinehandel stammender Aufkleber mit der Aufschrift „White Lives Matter“ entdeckt und entfernt.
Am Germersheimer Platz wurde ein queerfeindlicher Aufkleber mit der Aufschrift „#Stolzmonat statt Pridemonth“ entdeckt. Darauf ist zu sehen, dass der Fahnenmast dieser sogenannten „Stolz-Flagge“ in der Pride-Flagge steckt, die horizontal steht. Der Aufkleber wurde überklebt.
Außerdem wurden viele kleine Sticker mit der Aufschrift „Deutschland zuerst“ auf Plakaten der Partei Die Linke zum Thema Milieuschutz entdeckt. Auch diese Aufkleber wurden überklebt.
In der Földerichstraße sprach eine Person eine Mitarbeitende eines Stadtteilladens plötzlich an und äußerte sich rassistisch. Die Person fragte, ob die Mitarbeitende die Aussage „gesunde Deutsche sollten unter sich reproduzieren, um eine reine deutsche Nation zu schaffen" teilt. Die Mitarbeitende war schockiert, unterbrach die Person und sagte deutlich, dass sie diese Aussagen nicht unterstützt.
Im Südpark an der Heerstraße Ecke Jaczostraße kam es zu einem homofeindlichen Vorfall. Ein 38-jähriger Mann wurde von einem anderen 38-jährigen Mann gefragt, ob er homosexuell sei. Nachdem der Mann die Frage bejaht hatte, zeigte der andere ihm ein Messer und drohte, ihn damit zu verletzen. Der bedrohte Mann entfernte sich aus der Situation und informierte die Polizei.
Am Markt kam es in einer Bäckerei zu rassistischen Äußerungen während eines Gesprächs zwischen zwei Kunden und einer Mitarbeiterin.Im Gespräch wurden unter anderem Aussagen wie „Es gibt keine Deutschen mehr hier, alles nur Ausländer. Irgendwelche Schwarze ...“ gemacht.
In der Lutherstraße kam es zu einer anti-schwarz rassistischen und sexistischen Beleidigung. Ein Mann beleidigte eine schwarze Frau, die mit ihrem Kind unterwegs war, als „N[-Wort]-Schwein“. Der Mann sagte der Frau, sie solle zurück unter ihren Stein gehen, wo sie herkomme. Außerdem bezeichnete der Mann die Frau als „Schlampe“ und sagte, sie solle anschaffen gehen. Es wurde berichtet, dass die Frau keine Unterstützung von den Umstehenden erhielt.
In der Rauchstraße wurde eine nicht-binäre Person von drei Jugendlichen angegriffen und beleidigt. Die Jugendlichen beleidigten die Person zunächst aufgrund ihres Aussehens. Danach attackierten zwei von ihnen die Person mit einer leeren Plastikflasche und Badelatschen. Außerdem feuerte der dritte Jugendliche zwei Feuerwerkskörper auf die Person ab. Diese explodierten über der Person. Die Person wurde dabei nicht verletzt.
In einem Wohnhaus in der Wilhelmstraße wurde ein rassistischer Aufkleber am Fenster einer Zwischenetage entdeckt. Auf dem Aufkleber stand der Slogan „Für die ‚Gäste‘ nur das Beste! – Heimflug-Remigration Airlines“. Der Aufkleber wurde entfernt.
In einem Fahrstuhl eines Hochhauses in der Obstallee wurden antimuslimische Schmierereien entdeckt, die das K*-Wort sowie Mordwünsche gegen Araber*innen enthielten. Darunter befand sich eine weitere Schmiererei, die in unterschiedlichen Schriften verfasst war und einen antiziganistischen Ausdruck enthielt.
Am Rustweg wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt. Einer davon trug die Aufschrift „Einigkeit, Recht, Freiheit“, unterlegt mit den Farben Schwarz-Rot-Gold. Auf dem zweiten Sticker stand „Unser Land zuerst“ auf blauem Hintergrund mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne. Beide stammten aus einem extrem rechten Versandhandel.
In der Mauerstraße vor dem Kulturhaus wurde am Schaukasten ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Der einzige Fachkräftemangel herrscht im Bundestag" - umrandet von einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge – entdeckt und entfernt. Darunter war ein weiterer Aufkleber von der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) zu sehen.
In der Carl-Schurz-Straße wurde darüber hinaus ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Nett hier. Aber sollten Sie nicht abgeschoben werden?“ entdeckt. Die Aufschrift war auch auf Arabisch zu lesen.
Auf der Eingangstür eines Hochhauses in Staaken wurde eine Hakenkreuz Schmiererei entdeckt.
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
Am Klingelschild eines Hochhauses in Staaken wurden Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt.
In der Facebook-Gruppe „Mein Spandau“ wurden unter einem Beitrag von unterwegs-in-spandau.de über die Pride-Month-Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Spandau vom 23.06.2026 queerfeindliche Kommentare sowie ein Sticker mit der Aufschrift „Stolz statt Pride“ und ein weiterer Sticker mit der Aufschrift „Stolzmonat“ entdeckt. In den Kommentaren wurde das Queersein als „Schwachsinn“ bezeichnet. In der Facebook-Gruppe „Spandau News“ wurde unter dem Beitrag über dieselbe Pride-Month-Nachricht ein anderer queerfeindlicher Kommentar entdeckt.
In der Facebook-Gruppe „Spandau-Mein Stadtteil“ wurde ein weiterer queerfeindlicher Kommentar unter einem Beitrag vom 02.06.2026 entdeckt. Der Beitrag verlinkt zu einer Nachricht mit der Überschrift „Spandau zeigt Flagge“ von unterwegs-in-spandau.de. In der Nachricht geht es um die Einladung des Bezirksamts Spandau zu einer öffentlichen Kundgebung zum Hissen der Regenbogenflagge vor dem Rathaus Spandau. Eine Person hatte in den Kommentaren gefragt, wann die Flagge wieder herunterkomme, und eine andere Person hatte sich geäußert, dass es völlig unnötig wäre
An der Anlegestelle in Kladow in der Imchenallee kam es während eines Gesprächs zu rassistischen Äußerungen. Eine junge Frau saß während ihres Essen auf einer Parkbank an der Anlegestelle, als sich eine ältere Frau zu ihr setzte. Sie begannen, miteinander zu sprechen. Während des Gesprächs merkte die ältere Frau der jüngeren viermal an, dass sie sehr gut Deutsch spreche und das hätte sie nicht erwartet. Die junge Frau stellte jedes Mal klar, dass sie in Deutschland geboren ist. Darauf reagierte die ältere Frau mit der Äußerung, dass die junge Frau aber nicht wirklich aus Deutschland sei, da ihre Eltern aus einem anderen Land gekommen seien. Darüber hinaus sagte die ältere Frau, dass sich solche Leute wie die junge Frau bzw. ihre Familie und andere ähnliche Kreise nicht integrieren und sich nicht an die Werte und Normen von Deutschland bzw. diesem Ort halten.
An der Bushaltestelle im Rustweg wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer davon trägt die Aufschrift „Patriotische Aktion“. Auf dem zweiten Sticker stand auf schwarz, rot, goldenen Hintergrundfarben "Make Germany Great Again".
Darüber hinaus wurde an der Bushaltestelle Johannesstift eine zerrissene Regenbogenflagge auf dem Boden gesichtet.
In der Schönwalder Straße wurde ein Aufkleber der verschwörungsideologischen Reichsbürgergruppe "Ewiger Bund 1871" auf dem Schaukasten eines Stadtteilzentrums entdeckt. Die auf dem Aufkleber genannte Website enthält rassistische sowie den Nationalsozialismus verharmlosende Inhalte.
Am Spekteweg wurden am Vorgartenzaun eines Jugendzentrums, das Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen Sozialberatung, Gruppenaktivitäten, Sportangebote usw. anbietet, zwei Aufkleber entdeckt. Auf einem der Aufkleber stand: „Go Woke Go Broke“. Dieser Slogan wird häufig von US-amerikanischen rechtskonservativen Gruppen benutzt. Dort wird „woke” als abwertender politischer Begriff verwendet, um Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit negativ darzustellen.
Der weitere Aufkleber trug die Aufschrift „Antidemokratische Waschlappen“ und richtete sich auch in seiner Bildsprache gegen Antifaschist*innen.
Im Koeltzepark wurden zwei Aufkleber an verschiedenen Seiten im Park entdeckt. Einer davon trägt die Aufschrift „Zecken-Jagt-Kommando Deutschland 49“ entdeckt. Der Aufkleber überklebte einen antifaschistischen Aufkleber.
Ein weiterer teilweise entfernter Aufkleber trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigt vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Einer von ihnen wurde unter anderem wegen nationalsozialistischer Aussagen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.
In der Carl-Schurz-Straße, vor dem U-Bahneingang, wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Poland for Whites Only“ entdeckt. Darauf war ein Cartoonbild, auf dem Männer in stereotyper arabischer und indischer Kleidung gezeigt wurden, sowie ein schwarzer Mann und eine Frau mit Tschador. Das Bild wurde rot durchgestrichen.
Die Namensmauer am Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden Spandaus wurde erneut mit einem Penis-Graffiti beschmiert. Der Vorfall wurde angezeigt.
Dieses Graffiti wurde dem Register Spandau erstmals am 19. Mai 2026 gemeldet. Es wurde bereits damals angezeigt und war anschließend entfernt worden. Dieses Mal wurde festgestellt, dass das Graffiti erneut auf der Stelle des alten, entfernten Graffitis gezeichnet wurde.
In der Moritzstraße, kurz vor der Ecke zur Carl-Schurz-Straße, wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „HEUTE SIND WIR TOLERANT – MORGEN FREMD IM EIGENEN LAND!“ entdeckt. Der Slogan war in in früheren Jahren ein Werbespruch der neonazistischen Partei „NPD“ (heute: Die Heimat).
Ein weiterer Aufkleber mit dem antifeministischen Schriftzug „Gender Innen verbieten!” wurde am Ende der Moritzstraße, vor der Galenstraße, auf einem Kasten einer Ladestation entdeckt und entfernt.
Oberhalb dieses Aufklebers befand sich ein Aufkleber der bei Neonazis beliebten Bekleidungsmarke „Ansgar Aryan“, der mehrmals entfernt wurde. Darauf war die antimuslimische rassistische Aufschrift „(damals wie heute) Islamisten töten“ zu lesen.
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein Aufkleber der "Jungen Nationalisten" mit der Aufschrift: "AUS ANNE WIRD FRANK, DAS IST DOCH KRANK! Gegen den Genderwahnsinn!" entdeckt. Die "Jungen Nationalisten" siind die Jugendorganisation der Neonazi-Partei "Die Heimat", ehemalige „NPD“. Auf dem Aufkleber wird Trans* sein als "krank" bezeichnet. Zudem zeigt der Aufkleber eine heteronormative Kleinfamilie, die sich vor einem Regenbogen "schützt". Außerdem trägt der Aufkleber, wegen der Anspielung auf Anne Frank, eine antisemitische Bedeutung.
In einem Bus kam es zu einer rassistischen Beleidigung. Eine Frau beleidigte eine andere Frau unter anderem als „Ausländerschwein“. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Tag des Vorfalls.
An der Streitstraße, gleich vor der Ecke zur Rauchstraße, wurden zwei übereinander geklebte rassistische Aufkleber mit den Sprüchen „Raus mit die Viecher“ und „Remigration jetzt“ entdeckt.
In Spandau kam es zu einer rassistischen und sexistischen Beleidigung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Tag des Vorfalls.
Im Kladower Promenadenhafen an der Imchenallee wurden Schriftzüge mit „Heil Hitler“ sowie den neonazistischen Zahlencodes „1161“ für „Anti-Antifa“ und „1488“ entdeckt. Der Zahlencode „14” steht für das rassistische Bekenntnis der „Fourteen Words” und „88” als Code für „Heil Hitler”. Die Schriftzüge wurden auf der Informationstafel zur Geschichte der Berliner Luftbrücke (Kohlerampe) geschmiert. Es wurde berichtet, dass Anzeige erstattet und die Schmierereien übermalt wurden.
In einem Nachbarschaftstreffpunkt eines Stadtteilarbeitsprojekts kam es zu einer Bedrohungssituation. Eine Person, die Kleidung mit sichtbaren extrem rechten Symbolen trug, äußerte sich im Gespräch rassistisch gegen ein Team, das in verschiedenen Ortsteilen mit Jugendlichen arbeitete. Trotz der provokativen und bedrohlichen Haltung dieser Person endete die Situation ohne Eskalation.
In der Nähe des Spekteparks am Spekteweg wurde ein rassistische Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel mit der Aufschrift „Love Gehacktes Hate Halal“ entdeckt.
Auf einem Grünanlagen-Schild am Westeingang zu dem Sommerbad Staaken-West wurde eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass die Schmiererei unkenntlich gemacht wurde.
Die Namensmauer am Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Spandaus wurde mit einem Penis-Graffiti beschmiert. Der Vorfall wurde angezeigt. Das Graffiti wurde entfernt.
In Alt-Kladow am Ritterfelddamm wurde ein Graffiti mit der Aufschrift „Wir denken an die Gefallenen der Wehrmacht” gesichtet. Die Wehrmacht war die Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reichs von 1935 bis 1945. Das Graffiti wurde auf einen Stromkasten geschmiert und über bunte Street-Art-Werke von Schüler*innen einer Grundschule in Kladow.
An den Wänden verschiedener Hochhäuser an der Obstallee wurden Schmierereien mit Hakenkreuzen, SS-Runen und der Aufschrift „Hitler“ entdeckt. Darüber hinaus wurden Schmierereien mit antimuslimisch-rassistischen Aufschriften gesichtet, von denen einige einen Bezug zum Nahost-Konflikt hatten.
Als eine Person Infomaterial der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in einen Mülleimer wegwerfen wollte, kam ein Mann zu der Person und blockierte ihren Weg. Der Mann fragte die Person, warum sie Eigentum der "AfD" zerstöre, und drohte ihr dann mit einem Schlag ins Gesicht. Während des Vorfalls unterstützten die Umstehenden die betroffene Person nicht. Zum Schutz der betroffenen Person wurden das Datum und der Ort anonymisiert.
Auf einem Fußweg westlich hinter dem Metropolitan-Park wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass Anzeige erstattet wurde und die Schmiererei übermalt wurde.
An der Gartenfelder Straße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf einer Gehwegplatte vor einem Hauseingang entdeckt.
Am Gorgasring wurde eine anti-Schwarze rassistische Schmiererei mit dem N-Wort auf einem Briefkasten vor dem Eingang zur U-Bahn entdeckt. In einer vorherigen Meldung wurde berichtet, dass am 25.04.2026 andere anti-Schwarze rassistische Schmierereien mit dem N-Wort auf einem Fahrscheinautomaten in derselben U-Bahn-Station gesehen wurden. Später wurde festgestellt, dass diese Schmierereien auf dem Fahrscheinautomaten unkenntlich gemacht wurden.
Am Nachmittag ereigneten sich während eines Fußballspiels zwischen den Herrenmannschaften der Vereine SSC Teutonia 1899 und TuS Makkabi im Sportstadion Hakenfelde an der Hakenfelder Straße antisemitische Pöbeleien gegen den Spielführer des TuS Makkabi. In der 55. Spielminute machte ein 52-jähriger Zuschauer von der Tribüne aus eine antisemitische Äußerung in Bezug auf die Armbinde des Spielführers von TuS Makkabi und sagte: „Warum trägst du keinen Stern auf deiner Armbinde?“ Daraufhin entschied der TuS Makkabi, nicht weiterzuspielen, woraufhin der Schiedsrichter das Spiel vorzeitig beendete.
An der Carl-Schutz-Straße in der Altstadt Spandau hielt der Bezirksverband der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) einen Informationsstand ab. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe Winter/Frühjahr 2026 verteilt. In der Zeitung werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. So ist die Rede von einer angeblich "ungebremsten Einwanderung in die Sozialsysteme". Dabei wurden auch "Deutsche mit Migrationshintergrund" als Teil dieses "Problems" genannt. Die Inhalte können als rassistisch gewertet werden.
Zusätzlich wurde ein Flyer mit dem Titel „7 Punkte zur Remigration“ verteilt. Der darin verwendete Begriff „Remigration“ wird darin als neutral dargestellt. Tatsächlich wird er jedoch vor allem in rechten bis extrem rechten Kreisen verwendet. Dort steht er als beschönigender Ausdruck für die Ausweisung vieler Menschen nach rassistischen Kriterien. Zwar argumentiert die "AfD", dass sie unter dem Begriff etwas anderes verstehe und diese Forderung mit demokratischen Werten vereinbar sei, dennoch dient die positive Umdeutung des Begriffs dazu, extrem rechte Konzepte zu normalisieren.
In der Nähe eines Einkaufskomplexes, an den Freiheitswiesen, wurde außerdem ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift „Remigration schützt Frauen“ gefunden.
An der Ecke Charlottenstraße/Breite Straße wurde ein nationalistischer Aufkleber der neonazistischen Homepage „fsn-tv.de“ entdeckt.
Eine 17-Jährige wurde im Bus M37 Richtung Waldkrankenhaus, in der Nähe der Bushaltestelle Moritzstraße, von einem Mann antimuslimisch rassistisch angegriffen. Der Mann setzte sich hinter die Jugendliche, begrapschte ihr Kopftuch und versuchte, es ihr vom Kopf zu reißen. Ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft, den die 17-Jährige kennt, hat sich eingesetzt, den Mann angeschrien und ihn so lange in Schach gehalten, bis er den Bus verlassen hat. Im Bus setzten sich außerdem eine andere Frau mit Kopftuch und ein älterer Mann für die 17-Jährige ein. Die 17-Jährige berichtete, dass sie bereits in der Vergangenheit, als sie in der 7. Klasse war, einen weiteren antimuslimisch rassistischen Angriff erlebt hatte. Damals hatte ein fremder Mann sie am Arm gepackt und wollte sie aus dem Bus werfen, weil ihm ihr Kopftuch nicht gefiel.
Auf Eiswerder wurden "SS"-Runen auf einem Anlegepoller in der Nähe eines Biergartens entdeckt.
In einer U-Bahn-Station in Spandau kam es zu einem obdachlosenfeindlichen Angriff durch BVG-Sicherheitsmitarbeiter. Der Betroffene erlitt durch den Angriff ein blutunterlaufenes Auge und ein eingeschränktes Hörvermögen. Zum Schutz der betroffenen Person wurden das Datum und der Ort anonymisiert.
In der Neumeisterstraße wurde an einer Wand ein Graffiti mit der Aufschrift „Die Juden sind unser Unglück – nach Dachau“ entdeckt. In dem Graffiti wurden das Wort „Juden“ rot und „nach Dachau“ eine Seite runter geschrieben, sodass die Satze auch als zwei Satze „Die Juden sind unser Unglück“ und „Die Juden nach Dachau“ eingeschätzt werden können. Das antisemitische Zitat „Die Juden sind unser Unglück“ des Historikers Treitschke wurde ab 1927 auf der Titelseite der wöchentlichen NS-Zeitung der Stürmer verwendet. In Dachau wurde 1933 ein Konzentrationslager, das als Modell für alle späteren Konzentrationslager diente, errichtet.
In der Heerstraße betrat eine junge Frau eine Tankstelle. Eine ältere Frau lief direkt auf die junge Frau zu und beleidigte sie rassistisch: „Ausländer machen alles kaputt. Sie haben mich mein Ostern nicht genießen lassen.“ und „Ausländer sind Ungeziefer.“
An der Ecke Magistratsweg/Heerstraße wurde auf einer Paket-Zustellbox der neonazistische Zahlencode „1161“ entdeckt. Die Box wurde von beiden Seiten mit diesem Zahlencode beschmiert.
In der Rauchstraße wurde ein selbst gemachter Aufkleber mit der Aufschrift „Free From Hijab“ entdeckt. Er war auf ein Plakat für einen Hijab-Laden geklebt worden, der unter anderem Hijabs verkauft. Angesichts der rassistisch aufgeladenen Debatte über ein Kopftuchverbot in Deutschland und weil der Aufkleber gezielt an diesen Laden angebracht wurde, kann der Aufkleber als antimuslimisch rassistisch motiviert gesehen werden.
Ein Bundespolizist und eine Bundespolizistin kontrollierten laut eines Zeugenberichts anlasslos im Bahnhof Spandau die Papiere und Taschen eine schwarze Frau auf dem S-Bahnsteig, während weiße Menschen nicht kontrolliert wurden.