Jahresauswertung 2025 Register Steglitz-Zehlendorf
Im Jahr 2025 verzeichnete das Register Steglitz-Zehlendorf mit insgesamt 278 erfassten Vorfällen den höchsten Stand seit Bestehen des Projekts. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 60 Vorfälle an (2024: 2018: 2025: 278). Die Entwicklung deutet einerseits auf eine tatsächliche Zunahme extrem rechter und diskriminierender Vorfälle hin, andererseits aber auch auf eine gestiegene Sensibilität und Meldebereitschaft in Steglitz-Zehlendorf.
Besonders auffällig war 2025 der Anstieg an Propaganda-Vorfällen – also Sticker, Flyer und Schmierereien mit extrem rechten oder menschenfeindlichen Inhalten. Mit 192 Fällen machten sie mehr als zwei Drittel aller dokumentierten Vorfälle aus. Während 2024 stärker direkte Angriffe, Beleidigungen und Bedrohungen im Vordergrund standen, verlagerte sich der Schwerpunkt 2025 auf die öffentliche Verbreitung extrem rechter und diskriminierender Narrative.
Die Zahl der Vorfälle gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten stieg an. Mit 63 dokumentierten Fällen wurde der Vorjahreswert mehr als verdoppelt (2024: 30; 2025: 63). Betroffen waren dabei nicht nur antifaschistische Gruppen oder Akteur*innen, sondern zunehmend auch Initiativen und soziale Einrichtungen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen.
In der Jahresauswertung weist das Register auf die Grenzen der Erfassung hin. Neben dem Aspekt, dass nicht alle gemeldeten Vorfälle 2025 auch dokumentiert wurden, existiert zudem ein großes Dunkelfeld an Diskriminierung und extrem rechten Aktivitäten, von denen das Register in Steglitz-Zehlendorf nicht erfährt. Das Register sieht seine Aufgabe deshalb weiterhin darin, Diskriminierung sichtbar zu machen, zu sensibilisieren und Unterstützungsangebote für Betroffene zugänglich zu machen.
Weitere Zahlen und vertiefte Analysen finden Sie/ihr in der Auswertung 2025 über den Download. Bei Fragen schreiben Sie/ihr gerne eine E-Mail an das Register Steglitz-Zehlendorf unter sz@berliner-register.de.