Reinickendorfer Broschüre 2025 veröffentlicht
Das Reinickendorfer Register hat die Broschüre zum Jahr 2025 veröffentlicht. Besonders stark angestiegen sind Propaganda-Vorfälle.
Wir stellen dir unsere laufende Arbeit vor. Wir berichten über die Lage in den Berliner Bezirken. Und wir stellen dir unsere Arbeit und unsere Informations-Veranstaltungen vor.
Das Reinickendorfer Register hat die Broschüre zum Jahr 2025 veröffentlicht. Besonders stark angestiegen sind Propaganda-Vorfälle.
Die Berliner Register dokumentierten 772 Vorfälle im Jahr 2025, die der Neonazi-Kleinstpartei „Der III. Weg“ zugeordnet werden konnten. Auszugehen ist von einer hohen Dunkelziffer, da Parteimitglieder und Sympathisant*innen vermutlich auch mit weiteren Vorfällen in Verbindung standen, bei denen sie als Täter*innen unerkannt blieben.
Die Berliner Register erfassten 149 Fälle von Behindertenfeindlichkeit im Jahr 2025. Trotz eines Anstiegs bleibt das Dunkelfeld in diesem Motiv sehr groß. Jeder gemeldete Vorfall von behindertenfeindlicher Diskriminierung schafft Öffentlichkeit und Möglichkeiten Gegenmaßnahmen einzufordern.
Im Jahr 2025 wurden 1.238 Vorfälle dokumentiert. Das entspricht einem Zuwachs von über 25 % verglichen zum Vorjahr. Insbesondere die Propaganda ist erneut stark gestiegen (+ 268). Die Anzahl der dokumentierten Angriffe blieb gleich, doch es wurden weniger verbale Übergriffe gemeldet (- 14). Die Jahresauswertung wirft einen genaueren Blick auf die Entwicklungen.
Das Register Neukölln hat die Jahresauswertung für 2025 veröffentlicht. Insgesamt dokumentierte das Register Neukölln 467 Vorfälle, die zweithöchste erfasste Zahl seit Beginn der Dokumentationspraxis im Jahr 2016. Ein direkter Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres zeigt einen leichten Rückgang um 22 Vorfälle, insgesamt bleibt die Gesamtzahl verglichen mit den Vorjahren weiterhin auf hohem Niveau.
Das Register Spandau hat die Jahresauswertung für das Jahr 2025 veröffentlicht. In Spandau wurden im Jahr 2025 insgesamt 150 Vorfälle dokumentiert, weniger als im Vorjahr.
Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf dokumentierte für 2025 insgesamt 428 Vorfälle und damit so viele wie nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013. In dem Jahresbericht kann eine zunehmende Verbreitung und Normalisierung extrem rechter Ideologie im Bezirk aufgezeigt werden.
Die Ergebnisse des Jahres 2025 verdeutlichen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Bezirk Tempelhof-Schöneberg weiterhin präsent ist und sich in unterschiedlichen Formen äußert. Während organisierte extrem rechte Strukturen wenig sichtbar in Erscheinung treten, zeigen die dokumentierten Vorfälle, dass Diskriminierung häufig im Alltag stattfindet und sich in direkten Attacken manifestiert. Gleichzeitig bleibt auch die Präsenz entsprechender Ideologien im öffentlichen Raum ein relevantes Thema.
Das Lichtenberger Register dokumentierte 2025 insgesamt 891 extrem rechte und diskriminierende Vorfälle. Die Broschüre stellt die Ergebnisse für den Bezirk Lichtenberg vor.
Im Jahr 2025 dokumentierte das Register Marzahn-Hellersdorf 970 extrem rechte, rassistische und diskriminierende Vorfälle. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blieb das Niveau damit weiterhin sehr hoch. Besonders auffällig waren der Anstieg körperlicher Angriffe sowie die weiterhin starke Präsenz extrem rechter Propaganda und Akteure im Bezirk.
Extrem rechte Botschaften und Aktionen breiten sich in Berlin weiter aus. Das Zeigen die Berliner Register mit ihrem neuen Bericht für 2025.
Im Jahr 2025 wurden 666 Vorfälle verzeichnet. Kreuzberg ist besonders von Antisemitismus und LGBTIQ*-Feindschaft betroffen, auf Friedrichshain wirkt sich das Erstarken der extremen Rechten zunehmend auf linke Freiräume aus. Gewaltvolle Vorfälle haben stark zugenommen, vor allem Umsteigebahnhöfe sind betroffen.
Das Reinickendorfer Register hat den Bezirksbericht zum Jahr 2025 veröffentlicht. Besonders in Frohnau ist Neonazi-Propaganda stark gestiegen.
2025 registrierte das Register Steglitz-Zehlendorf mit 278 Vorfällen einen Höchststand seit Bestehen des Projekts. Besonders stark nahm die Zahl extrem rechter und diskriminierender Sticker und Schmierereien zu (192 Vorfälle). Die Anzahl an Vorfällen, die sich gegen politischen Gegner*innen der extremen Rechten richteten, stieg um mehr als das doppelte an (63 Vorfälle). Wie auch die Jahre zuvor waren 2025 aber die meisten Vorfälle in Steglitz-Zehlendorf rassistisch motiviert (92 Vorfälle). Nach wie vor herrscht im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein großes Dunkelfeld. Ziel des Registers Steglitz-Zehlendorf ist es demnach weiterhin Diskriminierung sichtbar zu machen und für die Themen Diskriminierung und Rechtsextremismus zu sensibilisieren.
Das Register Neukölln hat die Jahresauswertung für 2024 veröffentlicht. Es wurde mit 489 dokumentierten Meldungen ein vergleichweise hoher Anstieg von Vorfallszahlen verzeichnet, der sich in fast allen Bereichen von extrem rechten und diskriminierenden Motiven ausdrückt.
Am 13.05.2025 um 17.00 Uhr stellen wir, die Berliner Register, unsere Ergebnisse für das Jahr 2025 vor. Wir laden alle Anlaufstellen, Kooperationspartner*innen und Interessierten zu unserer Online-Infoveranstaltung ein.
An dieser Stelle führen wir alle uns im Jahr 2025 in Lichtenberg bekannt gewordenen und dokumentierten Angriffe in einer Gesamtübersicht auf. Die Zahl der Angriffe ist 2025 weiter angestiegen auf 39 (2024: 32, 2023: 19).
In Reinickendorf wurde ein Flugblatt verteilt, das Migrant*innen mit Abschiebung drohte. Es greift damit auf eine längere Neonazi-Tradition zurück und steht im Kontext der extrem rechten Forderungen nach "Remigration".
Der Jahresbericht 2024 gibt einen Überblick der Ergebnisse aller lokalen Registerstellen sowie eine Auswertung für die gesamte Stadt. Ergänzend zu den Berichten der Registerstellen sind Beiträge der Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA / MIA Berlin), des Each One Monitorings, der Meldestelle Anti-Asiatischer Rassismus von GePGeMi und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) enthalten. Es gibt außerdem ein Interview mit zwei Kolleg*innen von L-Support, die über ihre Arbeit und das Lagebild zu Queerfeindlichkeit sprechen.
Nachdem sich im Sommer 2024 bundesweit, eine neue extrem rechte Jugendkultur entwickelt und etabliert hat, waren viele Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft voller Sorge, wie sich dieses Milieu aus extrem rechten und rechtsaffinen Jugendgruppen in diesem Jahr entwickeln würde und ob wir eine neue Welle extrem rechter Gewalt zu erwarten haben. Auch wenn die schlimmsten Befürchtungen zum Glück in Berlin nicht eingetreten sind, so hat es doch einige interessante Entwicklungen in der extrem rechten Szene gegeben, welche in diesem Text näher beleuchtet werden sollen.