Diskriminierende Leistungsverweigerung in Reinickendorf

Eine Frau rumänischer Herkunft spricht beim Sozialamt vor. Das Bezirksamt stellt ihr ein Schreiben aus, in dem es heißt: "Unterlagen, welche den Wohnungsverlust im EU-Land Rumänien belegen, liegen uns nicht vor. Wir sehen daher keinen Unterbringungsgrund." Mit dieser "Bestätigung zur Vorlage bei Dritten" wird nach außen der Eindruck vermittelt, dass die Frau keinen Anspruch auf Unterbringung in einer Notunterkunft für Obdachlose nach dem Allgemeinen Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung habe und "freiwillig obdachlos" sei. Bei diesem Fall handelt es sich um eine diskriminierende Verweigerung von Leistungen, wahrscheinlich aus antiziganistischer Motivation.

Register: 
Reinickendorf
Datum: 
2019-04-29 00:00:00
Quelle: 
Amaro Foro