People of Color (POC), BIPoC

People of Color (Singular: Person of Color) ist eine politische Selbstbezeichnung von Menschen, die rassistische Diskriminierungserfahrung in der Mehrheitsgesellschaft machen. Sie werden demnach nicht als weiß, deutsch und westlich wahrgenommen. Inzwischen wird häufiger von BPoC (Black and People of Color) bzw. BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) gesprochen, um Schwarze Menschen und indigene Menschen und ihre Lebensrealitäten deutlicher sichtbar zu machen. Schwarz und weiß sind dabei politische Begriffe. Es geht nicht um Hautfarben, sondern um die Benennung von Rassismus und den Machtverhältnissen in einer mehrheitlich weißen Gesellschaft.

Der Begriff People of Color wurde in der Kolonialzeit durch den Ausdruck free people of color vorgeprägt. Laut dem Oxford English Dictionary stammt der erste Nachweis für diese Begriffsverwendung aus dem Jahre 1781.

In den letzten Jahren haben verschiedene Initiativen rassistisch ausgegrenzter Menschen begonnen, sich selbst mit diesem Begriff zu benennen, um eine Alternative zu den im deutschen Diskurs benutzten Fremdzuschreibungen wie „Migrant:innen“ zu schaffen und auf die permanente Ausgrenzung innerhalb der Gesellschaft zu reagieren.

Im Laufe der 1960er Jahre wurde der Begriff durch die Black Power-Bewegung in den USA politisch geprägt, um die Gemeinsamkeiten zwischen Communities mit unterschiedlichen kulturellen und historischen Hintergründen zu benennen. Er verbindet diejenigen, die durch die weiße Dominanzkultur ausgegrenzt werden, um so antirassistische Interventionen und Bündnisse zu (ver-)stärken.

(Quelle dieses Textes sind die Internetseiten https://www.neuemedienmacher.de/, http://www.migrationsrat.de/, mut-gegen-rechte-gewalt.de)