Chronik für Register Spandau

  • 28. August 2020
    In einem Bus der Linie M32 wurde ein 17-Jähriger von einem Mann rassistisch beleidigt und anschließend zusammen mit drei Zeuginnen an der Haltestelle "Brunsbütteler Damm" aus dem Bus gedrängt. Als der Minderjährige zu fliehen versuchte, wurde er vom Täter ins Gebüsch gestoßen und mit einer Bierflasche beworfen. Der 17-Jährige wurde dabei leicht verletzt.
    Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 29.08.20
  • 16. August 2020
    Ein 37-jähriger Gastwirt wurde von seinem 40-jährigen Gast rassistisch beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen, als er ihn um 7:00 Uhr früh bat, die Gaststätte zu verlassen. Außerdem warf der alkoholisierte Gast eine Flasche nach dem Wirt und versuchte, ihn ins Auge zu stechen. Nach Verlassen der Gaststätte rief der Mann extrem rechte Parolen und zeigte den Hitlergruß. Der Täter wurde festgenommen, es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 16.08.20
  • 15. August 2020
    Die neonazistische Partei "Der III. Weg" hat in Hakenfelde (Ruppiner-See-Straße) sowie vor der Zitadelle Spandau (Ortsteil Spandau) ein Foto-Shooting mit Flyern der Partei veranstaltet.
    Quelle: Berlin gegen Nazis
  • 14. August 2020
    An den Rolltreppen der Zugänge zur U-Bahn-Station "Altstadt Spandau" wurden Sticker der "Identitären Bewegung" entdeckt. Überklebungen mit antirassistischen Stickern wurden in den Tagen danach wiederholt entfernt, so dass der Schriftzug "Identitären Bewegung" wieder erkennbar war.
    Quelle: Register Spandau
  • 3. August 2020
    Auf dem Spielplatz im Münsinger Park malte das Kind einer Schwarzen Frau etwas im Sandkasten. Ein anderes Kind kam dazu und fing an, das Bild zu zerstören. Als die Schwarze Mutter es bat, damit aufzuhören, wurde sie sofort von der Mutter dieses Kindes rassistisch beleidigt und geschlagen.
    Die Polizei wurde gerufen und Anzeige erstattet. Es gab zahlreiche Zeug*innen des Vorfalls.
    Quelle: Register Mitte
  • 21. Juli 2020
    Am 21. Juli wurde gegen 18:30 ein Hakenkreuz neben der Treppe entdeckt, die von der Bushaltestelle zum Rathausvorplatz führt. Neben dem Hakenkreuz befand sich eine Beschimpfung, die Cem Özedemir (MdB für Bündnis 90/Die Grünen) als politischen Gegner fokussierte.
    Quelle: Berliner Register
  • 19. Juli 2020
    Auf einem Stromkasten an der Stadtbibliothek Haselhorst wurde ein Aufkleber mit einem Verweis auf Q-Anon“ gefunden und entfernt. Hierbei handelt es sich um eine aus den USA stammende Verschwörungstheorie mit antisemitischen Inhalten. Solche und ähnliche Aufkleber wurden auch an mehreren Stellen im öffentlichen Straßenraum auf Eiswerder gefunden.
    Quelle: Berliner Register
  • 16. Juli 2020
    Ein Fake-Sticker, der einen Aufkleber der Partei Die Linke imitiert, wurde am Stromkasten in der Charlottenstraße, unweit der Breiten Straße, entdeckt und entfernt. Darin wurde die Partei Die Linke als Verbrecher bezeichnet. Es wurde ein Bezug von den Corona-Eindämmungsmaßnahmen zu Reise-, Demonstrations- und Berufsverboten in der DDR hergestellt.
    Quelle: Register Spandau
  • 12. Juli 2020
    In Hakenfelde wurde ein Aufkleber mit Bezug zu Q-Anon entdeckt und entfernt. Hierbei handelt es sich um eine in den USA entstandene Verschwörungstheorie mit antisemitischen Inhalten.
    Quelle: Berliner Register
  • 19. Juni 2020
    Eine 57-jährige Frau beleidigte in der Linie N39 einen 55-Jährigen rassistisch. Der Busfahrer alarmierte die Polizei. Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 19.06.20
  • 17. Juni 2020
    Ein Sticker der neonazistischen Partei "Der III. Weg" wurde an der Telefonsäule in der Mönchstraße entdeckt.
    Quelle: Register Spandau
  • 15. Juni 2020
    An den Fensterfronten der Geschäftsstelle Bündnis90/ Die Grünen, die auch Anlaufstelle des Registers Spandau ist, wurden am Morgen des 15. Juni drei große Plakate der neonazistischen Partei "Der III. Weg" entdeckt. Die restlichen Fenster waren mit Kleber vollständig beschmiert. Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 14. Juni 2020
    Zwei Männer im Alter von 20 und 53 Jahren wurden gegen 0:45 Uhr in einem Lokal in der Pichelsdorfer Straße von einem 36-jährigen Mann aus LGBTIQ*feindlicher Motivation beleidigt. Der 20-Jährige wurde von einem Aschenbecher, der vom 36-Jährigen geworfen wurde, am Hinterkopf getroffen. Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: ReachOut
  • 4. Mai 2020
    Am 4. Mai waren ein 35-jähriger Mann und seine 24-jährige Freundin gegen 22:20 in der Seegefelder Straße Richtung Haltestelle "Seecktstraße" unterwegs. Sie unterhielten sich auf Serbokratisch, als eine Gruppe, eine Frau und zwei Männer, ihnen entgegenkam. Die Frau bespuckte den 35-Jährigen und stieß die 24-Jährige zu Boden. Dann beleidigte sie die Frau rassistisch und trat ihr in den Unterleib. Der 35-Jährige wollte seiner Freundin helfen, wurde aber von den beiden Männern bedroht und geschlagen. Als Passant*innen auf das Geschehen aufmerksam wurden, flüchteten die Täter*innen.
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 05.05.2020
  • 20. April 2020
    Gegen 21:20 Uhr wurden zwei Männer im Alter von 21 und 32 Jahren auf einem Supermarktparkplatz in der Rauchstraße von einem unbekannten Mann rassistisch beleidigt, mit einer Bierflasche beworfen und mit einem Messer bedroht. Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: ReachOut
  • 31. März 2020
    Am 31.03.20 gegen 19:45 Uhr wurde bemerkt, dass das Standrohr des Straßenschildes "Rosa-Reinglass-Steig" / Paula-Hirschfeld-Steig" (Schultheissviertel, Hakenfelde) abgebrochen war, nachdem es in den Vortagen bereits mehrfach verbogen (und wieder gerichtet) worden war. Das Zusatzschild mit den biografischen Daten von Paula Hirschfeld war entfernt worden.

    Es wurde Strafanzeige gestellt.
    Die Spandauerinnen Paula Hirschfeld und Rosa Reinglass waren jüdischer Herkunft. Beide wurden am 14.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. Paula Hirschfeld wurde 1943 in Theresienstadt, Rosa Reinglass 1944 in Auschwitz ermordet.
    Für beide Frauen wurden in Spandau Stolpersteine verlegt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 13. März 2020
    Eine 42-jährige Frau, die zusammen mit ihrer Tochter unterwegs war, wurde gegen 14.30 Uhr im U-Bahnhof Spandau von einem unbekannten Mann aus antimuslimischer Motivation beleidigt und so mit der Schulter angerempelt, dass sie zu Boden stürzte. Der Angriff wurde angezeigt.
    Quelle: ReachOut
  • 12. März 2020
    Am 12. März wurde ein 20-jähriger Mann gegen 20:40 von einem Unbekannten rassistisch beleidigt: Zunächst wurde er ununterbrochen von dem unbekannten Mann angestarrt, und, als er den Mann deshalb ansprach, rassistisch beleidigt (N-Wort). Beim Aussteigen an der Haltestelle Nauener Straße äußerte sich der Mann noch einmal rassistisch: "Komm raus. Verpiss dich aus meinem Land".
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 13.03.2020/ Register Spandau
  • 7. März 2020
    Zwei Frauen im Alter von 26 und 27 Jahren, die Kopftuch tragen und in einem Auto in der Klosterstraße vor einer Ampel warteten, wurden gegen 14:50 Uhr von einem 42-jährigen Mann aus antimuslimischer Motivation mit einer Bierflasche beworfen. Der Angrif wurde angezeigt.
    Quelle: ReachOut
  • 29. Februar 2020
    Eine Frau kaufte in einem Supermarkt im Falkenhagener Feld ein. Sie redete dabei mit ihren Kindern arabisch. Daraufhin beschimpfte sie ein älterer Mann rassistisch. Die anderen Kund*innen reagierten nicht.
    Quelle: Register Spandau
  • 30. Januar 2020
    Ein Schüler beschimpfte einen Mitschüler bei einer Meinungsverschiedenheit mit "Du bist doch behindert!" Er wurde von einer Schulsozialarbeiterin auf die verbale Diskriminierung hingewiesen. Sie machte deutlich, dass dieser Sprachgebrauch an der Schule nicht geduldet wird.
    Quelle: Register Mitte
  • 16. Januar 2020
    An einem Straßenschild an der Ecke Pichelsdorfer Straße/ Brüderweg wurde ein Sticker entdeckt, der gegen Antifaschist_innen gerichtet war ("Antifa ausradieren").
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 1. Januar 2020
    Gegen 1.25 Uhr wurde ein 26-jähriger Mann in einem Wohnhaus im Cosmarweg in Staaken von einem 40-jährigen Nachbarn rassistisch beleidigt und bedroht. Der 40-Jährige hatte die Wohnung der Freundin des 26-Jährigen ohne deren Zustimmung betreten. Als der Nachbar der Wohnung verwiesen wurde, versuchte er, den 26-Jährigen anzugreifen.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin vom 03.03.2020
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