Chronik für Register Spandau

  • 21. April 2021
    Am 21.04.21 ging gegen 5:00 Uhr eine Bombendrohung gegen das alternative Hausprojekt "Jagow 15" bei der Polizei ein. Bisher Unbekannte drohten mit den Worten: "In 20 Minuten geht da eine Bombe hoch". Daraufhin rückte die Polizei aus und evakuierte die Bewohner*innen. Nachdem das Haus von den Beamt*innen durchsucht wurde und nichts Verdächtiges gefunden werden konnte, durften die Bewohner*innen zurück in ihre Wohnungen. Die Polizei und die Bewohner*innen sehen einen Zusammenhang zu vorausgegangenen Angriffen (1-3) auf die "Jagow 15" und vermuten, dass es sich bei den Anrufer*innen um Akteur*innen aus dem extrem rechten Spektrum handelt.
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/ns-verherrlichende-schmiere...
    (2) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/mutma%C3%9Flich-rechter-bra...
    (3) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/2-brandanschlag-auf-alterna...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 18. April 2021
    Am 18.04.2021 alarmierte eine Bewohnerin des alternativen Wohnprojektes „Jagow 15“ in der Spandauer Neustadt (OT Hakenfelde) die Feuerwehr. Sie und ein weiterer Bewohner hatten gegen 22:20 Uhr Flammen an zwei alten Fahrzeugen gesichtet, die im Innenhof des Gebäudes in der Jagowstraße unter einem hölzernen Carport abgestellt waren. Nach ersten eigenen Löschversuchen brachte die Feuerwehr die Flammen schließlich unter Kontrolle. Der Unterstand sowie die beiden Autos wurden vollständig zerstört. Die Bewohner*innen des Wohnprojektes vermuten einen extrem rechten Hintergrund und sehen diesen Angriff im Zusammenhang mit vorausgegangenen Angriffen und NS-verherrlichenden Schmierereien im Umfeld der "Jagow 15", siehe (1-3).
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/ns-verherrlichende-schmiere...
    (2) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/erneute-ns-verherrlichende-...
    (3) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/mutma%C3%9Flich-rechter-bra...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung & Pressemitteilung der Polizei vom 19.04.2021
  • 13. April 2021
    Vier Tage nach dem ersten, mutmaßlich rechten Brandanschlag (1) auf das alternative Wohnprojekt „Jagow15“ in der Spandauer Neustadt (OT Hakenfelde) wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "III. Weg" an die Haustür der „Jagow15“ geklebt.
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/mutma%C3%9Flich-rechter-bra...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 11. April 2021
    Zwei Tage nach der schweren Brandstiftung (1) im alternativen Hausprojekt "Jagow 15" in der Neustadt ( OT Hakenfelde) wurden am 11.04.2021 Briefe an die Mieter*innen im Hausflur zerissen und antirassistische Plakate und linke Symbole an der Hausfassade, dem Ladenfenster und der Eingangstür mit goldener Graffiti-Farbe übersprüht. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr.
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/mutma%C3%9Flich-rechter-bra...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 9. April 2021
    In den Morgenstunden des 09.04.2021 legten bisher Unbekannte gegen 3:00 Uhr ein Feuer im Hausflur des alternativen Hausprojektes "Jagow 15". Durch das schnelle Alarmschlagen der Rauchmelder konnten die Bewohner*innen einander warnen und das Feuer mit Feuerlöschern und Gartenschläuchen eindämmen, bevor es auf das gesamte Haus überspringen konnte. Eine Person, die im 1. Stock über dem Brandherd wohnte, stürzte bei dem Versuch, sich über eine Leiter in Sicherheit zu bringen, zu Boden und verstauchte sich das Bein. Mehrere Menschen erlitten Rauchvergiftungen.
    Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet und prüft Zusammenhänge mit vorausgegangenen rechten Schmierereien (1-2) auf die "Jagow 15".
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/ns-verherrlichende-schmiere...
    (2) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/erneute-ns-verherrlichende-...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 28. März 2021
    Auf die Scheiben des Bürgerbüros von Franziska Leschewitz (Die Linke) wurden Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" geklebt. Vor dem Büro wurden Böller gezündet, außerdem war rote Farbe verprüht. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.
    Quelle: Berliner Register
  • 19. März 2021
    Gegen 21:00 wurde ein 55-jähriger Mann in der Wunderwaldstraße im Falkenhagener Feld von einem 51-Jährigen rassistisch beleidigt und angegriffen. Er befahl außerdem seinem Hund, den Mann anzugreifen, trat ihm gegen den Oberschenkel und beschädigte auch das Fahrrad des Opfers. Die Polizei wurde verständigt und der Täter festgenommen.
    Quelle: ReachOut, Pressemitteilung der Polizei vom 20.03.21
  • 7. März 2021
    In einer Spandauer Facebook-Gruppe kam es zu einem Austausch zur Frage „Was war das Schmerzhafteste, was man euch je an den Kopf geschmissen hat?“ Ein Gruppenmitglied schilderte, ihn habe sehr getroffen, als ihm persönlich gegen jemand überäußerte, Schwule müssten allesamt sterben. Daraufhin antwortete ein Gruppenmitglied im Chat, dass er dieser Aussage zustimme und beleidigte den Betroffenen LGBTIQ*-feindlich. Das betroffene Gruppenmitglied meldete diesen Vorfall an die Gruppenadministrator*innen, woraufhin der Verantwortliche aus der Facebook-Gruppe entfernt wurde. Danach machte das Gruppenmitglied die LGBTIQ*-feindlichen Beleidigungen in einem öffentlichen Post publik und erhielt Solidaritätsbekundungen anderer Nutzer*innen.
    Quelle: Betroffenenmeldung
  • 6. März 2021
    Zwei Männer gingen gegen 12 Uhr über den Spandauer Marktplatz und unterhielten sich auf Bulgarisch. Sie lachten und wurden daraufhin von einer älteren Dame beleidigt und aufgefordert, Ruhe zu geben. Als sich die Frau weiter abwertend über die, für sie, fremde Sprache äußerte und einforderte, in Deutschland Deutsch zu sprechen, versuchten die Männer, sie zu ignorieren und gingen weiter. Sie meldeten den Vorfall dann bei der Mahnwache gegen Intoleranz, Gewalt, Rassismus und Antisemitismus, die an diesem Tag auf dem Marktplatz stattfand.
    Quelle: Mahnwache Spandau
  • 22. Februar 2021
    Am 21.02.21 joggten zwei Männer vormittags an der Hermann-Oxfort-Promenade (Wilhelmstadt), als sich ein Radfahrer näherte. Er rief den Männern im Vorbeifahren eine Bemerkung zu und verwendete das N-Wort. Zeug*innen riefen dem Radfahrer ihren Protest gegen diesen Anti-Schwarzen-Rassismus hinterher.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 13. Februar 2021
    Am 13.02.2021 wurde der Hausflur des Hausprojekts "Jagow 15" erneut mit dem NS-verherrlichenden Schriftzug "Arbeit macht frei" beschmiert. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr. Wie auch beim vorausgegangenen Vorfall vom 31.01.2021 (1) wurde goldene Graffiti-Farbe verwendet.
    (1) https://berliner-register.de/vorfall/spandau/ns-verherrlichende-schmiere...
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 31. Januar 2021
    Am 30.01.2021 wurde das Ladenfenster des alternativen Hausprojekts "Jagow 15" mit dem NS-verherrlichenden Schriftzug "Arbeit macht frei" beschmiert. Verwendet wurde dabei goldene Graffiti-Farbe. Mit der selben Farbe wurden außerdem antirassistische Aushänge an der Haustür übersprüht.
    Quelle: Bürger*innen-Meldung
  • 15. Januar 2021
    Im Bürgeramt Wasserstadt in der Hugo-Cassirer-Straße in Hakenfelde wollte gegen 12:40 Uhr ein Schwarzer Mann seine Papiere beglaubigen lassen. Der Mitarbeiter des Bürgerbüros verwies ihn in lautem und aggressiven Tonfall und ohne Begründung an einen Notar. Auf die höfliche Nachfrage des Kunden, warum er die Papiere nicht vor Ort beglaubigen lassen könne, entgegnete der Mitarbeiter, erneut aggressiv, das könne er nicht, da sie nicht auf Deutsch übersetzt seien, er die Sprache nicht beherrsche und es ja auch eine Anleitung zum Bombenbau sein könne.
    Quelle: Bürger*innenmeldung, Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 9. Januar 2021
    Unter ein buntes Black-Lives-Matter-Graffito an der Havelpromenade, Ecke Zernseestraße, wurde ein rassistischer Kommentar gesprüht.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH
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