Chronik für Register Spandau

  • 5. Dezember 2018
    Im Bus der Linie 134 kam es zu einem Streit zwischen einem Paar mit Kind und einer Frau, die ebenfalls in Begleitung ihres Kindes war. Der Mann fühlte sich gestört durch das Kind und äußerte dies auch, woraufhin die Mutter ihn beleidigte. Nach einigem Hin und Her äußerte der Mann, sie solle dahin gehen, wo sie hergekommen sei. Die Frau machte deutlich, dass sie in Deutschland geboren sei und sie seine Bemerkung für rassistisch halte.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 5. Dezember 2018
    Ein einschlägig bekannter Mann (Usama Z.) zeigte um 12:15 Plakate mit antizionistischem Inhalt. Polizei und Marktleitung wurden informiert.
    Quelle: Register Spandau
  • 30. November 2018
    Während einer Veranstaltung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht der Gleichstellungsbeauftragten Spandau warfen Mitglieder der neonazistischen Organisation "Der III. Weg" Flyer von der Empore ins Foyer des Rathauses. Sie wurden nicht bemerkt, dokumentierten aber ihre Aktion im Internet.
    Quelle: Register Lichtenberg
  • 23. November 2018
    Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Siemensstadt wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt ("Refugees not welcome"), der Geflüchtete zur Rückkehr nach Afrika auffordert. Die schematische Darstellung zeigt eine rennende Familie in einem Zug (!) mit der Aufschrift "destination africa".
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 15. November 2018
    Die Registerstelle Spandau erhielt über ihre durch Flyer und Website bekannte Mailadresse eine Mail mit vor allem antisemitischer Hetze. Weitere Passagen der Mail waren rassistisch bzw. beleidigten die Mitarbeiter_innen der Registerstelle. Es wurde Strafanzeige gestellt, der Täter konnte ermittelt werden.
    Quelle: Register Spandau
  • 13. November 2018
    Ein ehemaliger Teilnehmer eines Sprachkurses kam mit seinem Hund zu einer Prüfungsberatung in die Einrichtung, die den Sprachkurs angeboten hatte. Die Beraterin bat ihn, den Hund ihrer Allergie wegen draußen anzubinden. Er verließ mit lautem Türknallen das Büro. Am nächsten Tag erschien er ohne Hund zur Beratung bei der gleichen Beraterin. Er wurde von ihr darüber informiert, dass er die Prüfung nicht wiederholen könne, ohne den entsprechenden Sprachkurs zu besuchen. Daraufhin stand der Teilnehmer auf, warf der Beraterin einen Kugelschreiber ins Gesicht und sagte sehr laut: "Ich habe eine Allergie gegen dein Kopftuch."
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 3. November 2018
    Auf dem Parkplatz eines Baumarktes am Brunsbütteler Damm wurde ein rassistischer Aufkleber der Identitären Bewegung über angebliche Islamisierung, der versucht, durch Aufzählung von Daten historischer Ereignisse Glaubwürdigkeit zu vermitteln.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 24. Oktober 2018
    Von seinem Balkon aus rief ein 51-jähriger Mann am Nachmittag des 24. Oktober einem 33-Jährigen und seiner 59-jährigen Mutter, die sich auf ihrem Balkon befanden, eine rassistische Beleidigung zu. Diese verständigten die Polizei. Der Täter begründete die Beleidigung der Polizei gegenüber mit seiner nationalsozialistischen Überzeugung. Es wurde Strafanzeige gestellt.
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 25.10.2018
  • 17. Oktober 2018
    An einer Laterne an der Wilhelmstraße wurde ein Aufkleber der Identitären Bewegung entdeckt und entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 16. Oktober 2018
    In der Moritzstraße wurde eine 15-Jährige, die mit einer Gruppe unterwegs war, gegen 11:30 Uhr von einem Unbekannten antimuslimisch beleidigt und gestoßen.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin, 12.12.2018
  • 11. Oktober 2018
    An eine Hauswand an der Romy-Schneider-Straße wurde mit Kreide ein Hakenkreuz gemalt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 27. September 2018
    Auf dem Parkplatz eines Supermarktes am Brunsbütteler Damm wurde ein Aufkleber der Identitären Bewegung entdeckt und entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 19. September 2018
    An die Wand im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses in Staaken wurde ein Hakenkreuz gesprüht.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 8. September 2018
    Eine 67-Jährige wurde gegen 11:30 Uhr am Kladower Damm beim Aussteigen aus dem Bus der Linie 134 von einer 53-Jährigen rassistisch beleidigt und geschlagen. Die Frau floh auf die andere Straßenseite, wo sie von Zeug_innen unterstützt wurde.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin, 08.09.2018
  • 5. September 2018
    Eine muslimische Frau mit Kopftuch stand an der Kasse eines Drogeriemarktes am Spandauer Marktplatz. Hinter ihr stand eine ältere Frau. Die Schlange war sehr lang und es wurde eine weitere Kasse geöffnet, zu der viele der Wartenden wechselten. Daraufhin die ältere Frau: "Immer die Ausländer... Sie waren noch ganz hinten und jetzt sind sie schneller dran....." Eine andere Frau dazu: "Das sind auch Menschen", woraufhin die erste wieder: "Die Ausländer gehen und sind schon fertig und ich warte immer noch". Die muslimische Frau forderte die beiden Frauen auf, mit diesen nervigen Bemerkungen aufzuhören.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 3. September 2018
    Drei junge Frauen unterhielten sich laut über einen (abwesenden) Mitschüler. Sie äußerten sich abwertend über sein Aussehen und fügen abschließend hinzu: "Igitt, der sieht ja aus wie ein Zigeunger.“
    Quelle: Register Spandau
  • 1. September 2018
    An einem PKW in Haselhorst wurde auf der Fahrerseite der Aufkleber: "Führerhaus - Fahrer spricht Deutsch" in Frakturschrift entdeckt.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige gGmbH
  • 28. August 2018
    In den Fahrstuhl der Spandauer Arkaden stieg eine muslimische Frau mit Kopftuch ein. Sie hatte ein Kind an der Hand und ein weiteres im Kinderwagen. Dies wurde von einer älteren Dame mit einer rassistischen Bemerkung kommentiert, die der Familie unterstellte, ihre Kinder wegen des Kindergeldes bekomen zu haben.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 19. August 2018
    In einem voll besetzten Wagen der U7 hat ein Mann die "Jüdische Allgemeine" gelesen. Ein Fahrgast hat ihm an der U-Bahnstation Haselhorst gegen die Zeitung geschlagen und ist ausgestiegen.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)
  • 18. August 2018
    Am Tag des angekündigten (und verhinderten) rechten Aufmarsches zum Gedenken an den verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Hess wurden vor der Unterkunft für Geflüchtete an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße zwei Hakenkreuze entdeckt, die an den Zaunpfeiler gesprüht waren.
    Quelle: Berlin gegen Nazis
  • 18. August 2018
    50 Neonazis folgten dem europaweit verbreiteten Aufruf von NPD und anderen rechten Gruppen, am 18. August in Spandau dem verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Hess zu gedenken, und kamen zum angemeldeten Treffpunkt am Bahnhof Spandau. Der Aufmarsch war allerdings inzwischen nach Friedrichshain verlegt worden, so dass sie wieder zurück in den Bahnhof gingen (https://berliner-register.de/vorfall/friedrichshain-kreuzberg/rechter-ma...).
    Quelle: Berlin gegen Nazis
  • 17. August 2018
    Am Laternenpfahl gegenüber dem Büro der Spandauer Integrationslots*innen klebte am 17. August (der Tag vor dem geplanten rechten Aufmarsch zum Todestag des verurteilten Kriegsverbrechers Rudolf-Hess) ein Aufkleber, der zwei Personen schematisch abbildet, von denen eine Burka trägt, die andere eine Kopfbedeckung und ein Maschinengewehr. Daneben steht "Wir müssen draußen bleiben". Hier wird bildlich ein Zusammenhang von Islam und Terrorismus unterstellt.

    Außerdem wird mit diesem Aufkleber mit Text und Design ein allgemein bekannter Aufkleber zitiert, der vor Geschäften u.ä. zu sehen ist: Das Schema eines Hundes ist abgebildet, daneben steht der Text "Wir müssen leider draußen bleiben". Dadurch wird eine Parallele hergestellt zwischen Muslim*innen und Hunden, die eine Gleichsetzung nahelegt.

    Der Aufkleber war bereits teilweise zerstört worden und wurde überklebt.
    Quelle: Register Spandau
  • 16. August 2018
    An einer Trafostation in einem Wohngebiet am Magistratsweg klebte ein Plakat, das sich auf die Veranstaltung rechter Gruppen zum Tod des verurteilten Kriegsverbrechers Rudolf Hess bezog und die rechte Verschwörungstheorie vom Mordkomplott unterstützte.
    Quelle: Register Spandau
  • 15. August 2018
    Eine Schülerin aus der Oberschule in Spandau hat angefangen Kopftuch zu tragen. Ein Kommentar von einem Lehrer dazu: " Hast du dir auch einen Verlobten an geschleppt"?
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 13. August 2018
    Eine Kita mit interkulturellem Konzept im Falkenhagener Feld erhielt auf ihrer Website eine Rezension, für die als Absender ein rassistischer Ausdruck benutzt wurde. Der Träger der Kita distanzierte sich sofort mit einen Kommentar unterhalb der Rezension von diesem Eintrag und beantragte die Löschung des EIntrages bei Google (ohne Erfolg).
    Quelle: Register Spandau
  • 8. August 2018
    Ein 36-jähriger Mann wurde gegen 21:00 Uhr auf dem Bahnhof Spandau von einem Unbekannten rassistisch beleidigt, bespuckt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin, 12.12.2018
  • 6. August 2018
    In der Breiten Straße wurde ein "Merkel muss weg"-Aufkleber entdeckt und entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 3. August 2018
    Am 03. August wurde ein Aufkleber "Merkel muss weg" an einem BSR-Mülleimer mit der Aufschrift "Gib's mir" in der Carl-Schurz-Str. entdeckt und entfernt.
    Quelle: Register Spandau
  • 2. August 2018
    Einer bulgarischen Arbeitnehmerin wurde im Sozialamt Spandau die Ausstellung einer Zuweisung für Unterbringungskosten verweigert, mit der Begründung, dass sie keine ausreichende Deutschkenntnisse habe. Dabei wurde ihr keine schriftliche Erklärung ausgehändigt.
    Quelle: Amaro Foro e.V.
  • 29. Juli 2018
    Beim Besuch des Joan-Baez-Konzertes auf der Zitadelle Spandau wurde Rollstuhlfahrern der Zugang zur erhöhten Zuschauertribüne für Rollstuhlfahrer ohne Begründung von der Security verwehrt, auch gab es keine Auskunft über barrierefreie Toiletten, obwohl beides bei Buchung des Konzerttickets explizit nachgefragt wurde. Da das Sicherheitspersonal keine Information über Alternativen hatte, musste ein Betroffener beschwerliche Umwege auf geschotterten Wegen befahren, bis er mit seiner Begleitperson den für Rollstuhlfahrer ausgewiesenen (ebenerdigen) Platz finden konnte.

    In der Antwort auf den Beschwerdebrief des Betroffenen wurde ihm vom Veranstalter erklärt, dass bei Sitzkonzerten diese Tribüne "anderweitig" genutzt werde.
    Quelle: Beauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung, Spandau
  • 24. Juli 2018
    Für die Bearbeitung eines Antrags auf aufstockende Leistungen nach SGB II wurde ein Arbeitnehmer rumänischer Herkunft aufgefordert, eine Erklärung zu dem Grund, warum er sich in Deutschland aufhält, abzugeben. Obwohl der Antragsteller Arbeitnehmer war und somit Anrecht auf ergänzende Leistungen hatte, wurde ihm vom Jobcenter Spandau Folgendes schriftlich mitgeteilt: "Da Sie weder über genug Einkommen noch über eine Wohnung verfügen, ist davon auszugehen, dass Sie sich allein zur Arbeitssuche in Deutschland aufhalten." Somit wurde seine Arbeitnehmerfreizügigkeit in Frage gestellt.
    Quelle: Amaro Foro e.V.
  • 19. Juli 2018
    In der Fußgängerzone (Carl-Schurz-Straße) wurden mehrere Aufkleber der Antifa, die zur Anti-Hess-Demonstration am 18. August aufriefen, mit Aufklebern überklebt, die Heimatverbundenheit propagieren.
    Quelle: Register Spandau
  • 19. Juli 2018
    Auf einer Damentoilette wurde natonalistische Propaganda entdeckt sowie Codes, die von Neonazis für Adolf Hitler verwendet werden.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 10. Juli 2018
    An die Rolltreppe der U-Bahnstation Altstadt Spandau wurde auf ein antimuslimischer Aufkleber geklebt, der aus einen Paketaufkleber selbst gestaltet war. Am Vortag wurde bereits ein antimuslimischer Aufkleber an der gleichen Stelle entfernt.
    Quelle: Register Spandau
  • 9. Juli 2018
    Am 9. Juli klebte an einer Rolltreppe an der U-Bahnstation Altstadt Spandau ein antiislamischer Aufkleber ("No Islam"). Daneben klebte ein Pro-AfD-Aufkleber. Beide wurden entfernt.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 4. Juli 2018
    Seit über einem Jahr wird regelmäßig in einem Wohnhaus in Spandau der Name einer Roma-Familie vom Briefkasten abgekratzt bzw. der Briefkasten komplett zerstört. Wer genau diese Taten zu verantworten hat, ist nicht bekannt, es muss sich aber um einen oder mehrere Nachbarn in diesem Haus handeln. Der Eigentümer der von der Roma-Familie bewohnten Wohnung hat bereits Anzeige bei der Polizei und beim Verfassungsschutz erstattet, weil es sich eindeutig um antiziganistische/rassistische Motive handelt. Laut Aussage des Eigentümers der Wohnung bemühen sich die Hausverwaltung und die anderen Bewohner des Hauses schon seit geraumer Zeit massiv darum, dass die Roma-Familie in der Wohnung nicht weiter leben darf.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 4. Juli 2018
    Eine Frau war gegen 15:00 Uhr in der Wilhelmstraße in Begleitung von ihren beiden Kindern unterwegs. Ihr Sohn rannte über die Einfahrt einer Tankstelle und wäre beinahe von einem Auto erfasst worden. Daraufhin nahm die Mutter ihn an die Hand und erklärte ihm aufgebracht und laut, warum das nötig sei. Ein älterer Herr empörte sich über ihre Sprechweise mit dem Kind. Sie verbat sich die Einmischung, woraufhin er sie mit rassistischen Beleidigungen („Ausländerschlampe“ u.a.) beschimpfte.

    Weitere Zeug_innen dieses Vorfalls, eine ältere Frau und zwei ältere Herren, äußerten sich in ähnlicher Weise. Ein Herr schubste die Mutter an der Schulter und drohte, die Polizei zu rufen. Die Mutter ergriff die Flucht, eine Person spuckte hinter ihr her.

    Die Familie hatte große Probleme, diesen Vorfall zu verarbeiten und vermeidet seitdem diesen Weg.
    Quelle: Register Spandau
  • 27. Juni 2018
    Eine Person, die sich wegen Mobbings beraten lassen wollte, benutzte bei der Schilderung eine Bezeichnung für junge, muslimische Frauen, die sexistisch und rassistisch war. Ein entsprechender Hinweis wurde als unzutreffend abgelehnt und der Ausdruck wurde im Verlauf des Gesprächs wiederholt.
    Quelle: Register Spandau
  • 22. Juni 2018
    Am 22. Juni fand vor dem Rathaus Spandau eine Kundgebung gegen Rassismus und Gewalt in Spandau statt, zu der die Islamische Gemeinde Spandau und der Kirchenkreis Spandau aufgerufen hatten. Als der Bezirksbürgermeister in seiner Rede über die "Bereicherung durch Diversität" sprach, kommentierten vorbeigehende Passant*innen dies mit rassistischen Äußerungen.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 4. Juni 2018
    In den Durchgang vom Stabholzgarten zu den Bahnsteigen (S- und U-Bahnhof bzw. Fernbahnhof Rathaus Spandau) und zum alten Postgelände wurde nationalistische Propaganda gesprüht.
    Quelle: Partnerschaft für Demokratie, Spandau
  • 4. Juni 2018
    In den Durchgang zum Bahnhof Spandau wurde Propaganda gegen die Antifa ("Fuck Antifa") gesprüht.
    Quelle: Partnerschaft für Demokratie, Spandau
  • 4. Juni 2018
    Auf einer Tür der Herrentoilette auf dem Friedhof "In den Kisseln" wurde eine antimuslimische Schmiererei entdeckt.
    Quelle: Mahnwache Spandau
  • 1. Juni 2018
    An der Bushaltestelle Harriesstraße klebte ein Aufkleber, der zwei Personen schematisch abbildet, von denen eine Burka trägt, die andere eine Kopfbedeckung und ein Maschinengewehr. Daneben steht "Wir müssen draußen bleiben". Hier wird bildlich ein Zusammenhang von Islam und Terrorismus unterstellt.

    Außerdem wird mit diesem Aufkleber mit Text und Design ein allgemein bekannter Aufkleber zitiert, der vor Geschäften u.ä. zu sehen ist: Das Schema eines Hundes ist abgebildet, daneben steht der Text "Wir müssen leider draußen bleiben". Dadurch wird eine Parallele hergestellt zwischen Muslim*innen und Hunden, die eine Gleichsetzung nahelegt.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 28. Mai 2018
    Auf ein Werbeplakat gegenüber den Spandauer Arcaden wurde eine Beleidigung gegen Gruppen, die sich antifaschistisch engagieren, gesprüht.
    Quelle: Register Spandau
  • 27. Mai 2018
    An das Parkhaus hinter dem Rathaus Spandau wurde eine Beleidigung gegen antifaschistisch aktive Menschen gesprüht. Sie wurde gemeldet und entfernt.
    Quelle: Partnerschaft für Demokratie, Spandau
  • 16. Mai 2018
    An der Rolltreppe zum Fernbahngleis Spandau wurde ein Aufkleber der ehemaligen rechtspopulistischen Partei „Pro Deutschland“ entdeckt und gemeldet. Der Aufkleber wurde entfernt.
    Quelle: Register Spandau
  • 8. Mai 2018
    Eine 36-Jährige, die Kopftuch trägt, wurde gegen 12:00 Uhr an einer Bushaltestelle in der Falkenseer Chaussee von einem 67-jährigen Mann mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Ein Zeuge benachrichtigte die Polizei.
    Quelle: ReachOut/ Register Spandau
  • 5. Mai 2018
    Ein Mann und eine Frau lagerten auf einer Wiese am Bullengraben. Als gegen 19:30 Uhr ein Mann vorbeilief, rief der Mann des Paares ihm nach: "Ey, verpiss dich, du Flüchtling, du Hurensohn!"
    Quelle: Register Spandau
  • 2. Mai 2018
    In der Nacht zum 2. Mai wurde über den Schaukasten, in dem das Register Spandau die Chronik und Auswertung für das Jahr 2017 präsentierte, Klebstoff geschmiert, wodurch die Daten tlw. nicht mehr lesbar waren.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 29. April 2018
    Eine Frau kaufte am 29. April gegen 18:00 Uhr in einer Apotheke in der Westerwaldstraße Antibabypillen, die sie kostenlos erhielt, weil sie Transferleistungen bezieht. Eine Kundin hinter ihr empörte sich darüber, beschimpfte sie als "Sozialschmarotzerin". Sie setzte hinzu, dass andere auch mit wenig Geld auskommen müssten, ohne solche Vergünstigungen zu beanspruchen.

    Die übrigen Kund_innen in der Apotheke äußerten sich nicht, der Apotheker bat die Kundin, diese Äußerungen zu lassen.
    Quelle: Register Spandau
  • 17. April 2018
    Eine muslimische Frau wurde unterwegs von einer älteren Dame mit "Grüß Gott" gegrüßt und erwiderte diesen Gruß. Daraufhin empörte sich die Dame darüber, dass sie hier in Deutschland mit "ihrem Kopftuch herumlaufe"!
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 10. April 2018
    Am 10. April wurde in Haselhorst ein rassistischer Aufkleber in einem Wagen der U7 entdeckt. Er wurde dokumentiert und die BVG wurde informiert.
    Quelle: Register Spandau
  • 28. März 2018
    In einer Gaststätte in Kladow wurde am 28. März ein Spendenaufruf gesichtet, in dem nahe gelegt wurde, dass durch die Geflüchteten, die "von außen zu uns kommen", die Bedürftigen "unserer Gesellschaft", als Beispiel wurden Obdachlose genannt, Nachteile erlitten ("immer mehr an den Rand gedrängt werden"). Daher werde zu Spenden für diese Bedürftigen aufgerufen und eine persönliche Übergabe dieser Spenden an zwei Einrichtungen der Obdachlosenhilfe wurde ausdrücklich zugesichert.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 27. März 2018
    Am Abend des 27. März wurde am Eingang einer Moschee in der Lynarstr. ein Aufkleber mit Hakenkreuz entdeckt. Die Polizei wurde benachrichtigt und der Aufkleber entfernt.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige gGmbH
  • 27. März 2018
    Eine 14-Jährige wurde gegen 10:00 Uhr in einem Hausflur in der Seeburgerstraße von einer Frau rassistisch beleidigt, mit der Faust auf die Schulter geschlagen und bedroht.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin, 15.06.2018
  • 27. März 2018
    Eine 39-jährige Frau, die sich mit Kindern und erwachsenen Bekannten auf dem Spielplatz im Cosmarweg aufhält, wird gegen 17:00 Uhr von einer 26-Jährigen rassistisch beleidigt und zu Boden gestoßen.
    Quelle: ReachOut/ Polizei Berlin, 28.03.2018
  • 24. März 2018
    Gegen 15.25 Uhr sprach eine Frau einen BVG-Mitarbeiter an der Bushaltestelle Rathaus Spandau an und fragte nach seiner Herkunft. Dann schlug sie ihm ins Gesicht. Ein Kollege des Angegriffen eilte zu Hilfe und wurde ebenfalls attackiert. Dann soll die Angreiferin das Opfer bespuckt und ihm in den Genitalbereich getreten haben. Eine Passantin versuchte erfolglos einzugreifen und wurde ebenfalls angegriffen. Schließlich konnte die inzwischen alarmierte Polizei die Frau festnehmen, wobei sie einen Polizisten ebenfalls verletzte.

    Der zuerst attackierte Angestellte der BVG wurde mit Kopf-, Bein- und Rumpfverletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert, tdie übrigen Personen wurden leicht verletzt.
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 25.03.2018
  • 23. März 2018
    Am 23. März wurde auf dem Bauzaun vor dem Haus Brüderstraße 20 eine antiziganistische Sprüherei entdeckt ("Nach Beendigung der Bauarbeiten die Zigeunerhütte verschlossen lassen"), die mit extra dickem Ausrufungszeichen versehen war.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 21. März 2018
    Ein Mann und eine Frau gingen auf dem Marktplatz Spandau kopfschüttelnd am Info-Tisch der Registerstelle Spandau zum "Internationalen Tag gegen Rassismus" (21. März) vorbei und bezeichneten die Aktion als völlig unnötig. Lauthals empörten sie sich über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Im Weggehen wurde die Standverantwortliche dann von der Frau quer über den Platz hinweg als "Merkelnutte" beschimpft.
    Quelle: Register Spandau
  • 21. März 2018
    Am "Internationalen Tag gegen Rassismus" informierte die Registerstelle Spandau auf dem Marktplatz über die Arbeit der Registerstellen und verteilte Flyer und Postkarten. Dabei äußerten sich Passant*innen mehrfach rassistisch über Geflüchtete bzw. Asylsuchende.
    Quelle: Register Spandau
  • 15. März 2018
    Eine muslimische Frau, die Kopftuch trägt, hatte ihren Sohn frühzeitig in einer Kita angemeldet, die für sie verkehrsgünstig in der Nähe der Bildungsstätte lag, in der sie eine Weiterbildung beginnen wollte. Nach langer Wartezeit erhielt sie einen Anruf, dass sie kommen und den Vertrag unterschreiben könne. Als sie in der Kita ankam, war der Platz angeblich nicht mehr frei und sie wurde von Monat zu Monat vertröstet, bis sie den Eindruck gewann, als muslimische Frau mit Kopftuch nicht erwünscht zu sein und sich um eine andere Kita bemühte. Die Fortsetzung der Weiterbildung war dadurch gefährdet, da die Unterbringung des Kindes nicht sichergestellt werden konnte.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 2. März 2018
    Auf der Schautafel am Lindenufer wurde am 2. März eine rassistische Sprüherei ("Refugees not welcome") entdeckt. Das Ordnungsamt wurde informiert.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 2. März 2018
    Das Hakenkreuz, das am 26. Februar auf dem U-Bahnhof Haselhorst entdeckt worden war (s. Chronik Spandau, 26.02.2018, "Hakenkreuz am U-Bahnhof Haselhorst"https://berliner-register.de/vorfall/spandau/hakenkreuz-am-u-bahnhof-has...), wurde mit einem Aufkleber überklebt. Am 2. März war dieser entfernt worden, das wieder sichtbare Hakenkreuz war durch Weitermalen zu Kästchen verändert worden, rechts davon fand sich nun ein weiteres "kaschiertes" Hakenkreuz, auf der linken Seite war ein Davidstern mit "J" in der Mitte zu sehen. Die BVG wurde informiert.
    Quelle: Register Spandau
  • 28. Februar 2018
    In der Debatte über eine Dringlichkeitsanfrage der AfD-Fraktion (es gab auch einen Antrag der FDP-Fraktion), bezogen auf die Broschüre des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes für Kita-Erzieher_innen ("Murat spielt Prinzessin..."), erweckten sowohl der Antragstext der FDP als auch der Redebeitrag des Fraktionsvorsitzenden der AfD den Eindruck, die Handreichung solle für die frühkindliche Sexualerziehung in der Kita eingesetzt werden. Tatsächlich soll sie zu einem diskriminierungsfreien Umgang mit Regenbogenfamilien und mit sexueller Vielfalt beitragen.

    Im Verlauf seiner Rede benutzte der Fraktionsvorsitzende der AfD den Ausdruck "das kranke LGBTIQ*". Damit wurden sowohl der Versuch abgewertet, mit dieser Bezeichnung die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten sprachlich und damit gesellschaftlich sichtbar zu machen als auch die Menschen, für die diese Bezeichnung steht.
    Quelle: Register Spandau
  • 26. Februar 2018
    Am 26. Februar wurde gegen 11:40 auf dem U-Bahnhof ein Hakenkreuz entdeckt, das auf eine Werbefläche gemalt war. Das Hakenkreuz wurde überklebt. Die BVG wurde informiert.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 23. Februar 2018
    An eine Hauswand in der Straßburger Straße wurde "Fuck Antifa" gesprüht.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 19. Februar 2018
    An der Ecke Schmidt-Knobelsdorff.-Str./ Sotzmannstraße wurde ein Aufkleber der Identitären Bewegung entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 19. Februar 2018
    Am Lindenufer wurde ein Aufkleber an einem Laternenpfahl gesichtet, der Islam mit Terrorismus gleichsetzt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 18. Februar 2018
    An der Ecke Päwesiner Straße/ Seeburger Straße wurde ein Aufkleber der "Bürgerbewegung Pro Deutschland" entdeckt und entfernt, der Geflüchteten Asylbetrug unterstellt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 18. Februar 2018
    Zwei Aufkleber der Identitären Bewegung wurden in der Wilhelmstadt (Päwesiner Straße) entdeckt und entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 18. Februar 2018
    Als eine Frau am 18. Februar an der Bushaltestelle U-Bahnhof Zitadelle mit ihrem Kind arabisch sprach, wurde sie angepöbelt, sie solle erstmal Deutsch lernen.
    Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gemeinnützige GmbH
  • 18. Februar 2018
    In der Wilhelmstadt wurde ein Aufkleber der "Bürgerbewegung pro Deutschland" entdeckt und entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 11. Februar 2018
    Ein Mann findet in seinem Briefkasten eine handschriftliche Notiz, in der er aus antisemitischer Motivation mit Mord bedroht wird.
    Quelle: RIAS Berlin
  • 28. Januar 2018
    In der Unterkunft für Geflüchtete in der Freudstraße wurden in der Nacht zum 29. Januar zwei Scheiben zerstört.
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 29.01.2018
  • 24. Januar 2018
    In der Wilhelmstraße 19 wurde ein Aufkleber entdeckt mit antimuslimischem Inhalt ("Köln ist überall...Islamisierung stoppen."). Der Aufkleber wurde entfernt.
    Quelle: Bürger_innen-Meldung
  • 12. Januar 2018
    Gartenfelder Straße/ Saatwinkler Damm wurden mehrfach rechte Aufkleber entdeckt ("Merkel muss weg"). Die Aufkleber wurden entfernt.
    Quelle: Register Reinickendorf
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