Chronik für Register Friedrichshain-Kreuzberg

  • 22. Februar 2021
    An der Ecke Jungstraße / Scharnweber wurde ein Graffiti "ISLAM RAUS" entdeckt. Es ist der gleiche Schriftzug, der bereits in der Weser - und Finowstraße entdeckt wurde. Die Schmiererei ist somit Teil einer ganzen Serie.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 21. Februar 2021
    In der Müggelstraße, nördlich des Traveplatzes, wurde ein rechter, verschwörungsideologischer Sticker eines extrem rechten Onlinehandels aus Halle entfernt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 18. Februar 2021
    In einem Briefkasten in der Skalitzer Straße, nahe Kottbusser Tor, wurden Flyer der IB entdeckt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 18. Februar 2021
    Eine Anwohnerin entdeckte und entfernte an einem Geldautomaten in der Mainzer Straße ein geschmiertes Hakenkreuz.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 18. Februar 2021
    Um 0.05 Uhr beobachtete eine Passantin, wie etwa neun Securitys eine Person of Colour aus dem Ausgang Markgrafendamm brachten. Sie unterstellten ihm Straftaten (Randalieren, Beleidigen) und behandelten ihn grob. Ein Security schubste den Mann gegen die Glasscheibe der Bushaltestelle, die etwa einen Meter entfernt war. Die Passantin erstattete Anzeige bei der Polizei.
    Quelle: Berliner Register
  • 17. Februar 2021
    Gegen 17 Uhr kontrollierten mehrere Polizist*innen Personen, die ihren Treffpunkt im Görlitzer Park haben. Sie gaben ihnen Papier, worauf sie ihren Naman schreiben sollten. Dann sollten sie sich mit dem Papier in eine Reihe stellen und die Polizei fotografierte das. Eine betroffene Person fotografierte die Nummernschilder und Dienstnummern der Polizei. Daraufhin sollte er sich die Schuhe ausziehen, obwohl der Boden sehr matschig war. Als er sich nach unten beugte, riss ihm ein Polizist die Arme nach hinten, um ihm Handschellen anzulegen. Der Mann fiel nach vorne über auf eine Steinmauer und verletzt sich. Die Polzist*innen lachten. Als der Mann aufstehen wollte, fiel er erneut und verletzte sich wieder. Die Polizei half nicht und ließ ihn im Schlamm liegen. Ein Freund musste ihm helfen, sich auf die Bank zu legen und insestierte, einen Krankenwagen zu rufen. Der Mann wurd ins Krankenhaus gebracht. Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 17. Februar 2021
    Bei einem verschwörungsideologischen, rechten Autocorso auf der Frankfurter Allee ließ ein Teilnehmer des Corsos bewusst einen protestierenden Fahrradfahrer auf seinen Autoanhänger auffahren und riskierte damit die (schwere) Verletzung des Fahrradfahrers. Im Vorfeld hatte ein Journalist berichtet, dass Presse von einem Teilnehmenden an ihrer Arbeit gehindert wurde. Während des Autocorsos relativierten Redner*innen den Holocaust.
    Quelle: Twitter
  • 16. Februar 2021
    Auf einer Werbetafel mit dem Hinweis des Landes Berlin, Maske zu tragen, wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 16. Februar 2021
    Anwohner*innen entdeckten und entfernten mehrere antisemitische Plakate zu Bill Gates in Alt-Stralau und am Ostkreuz.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 15. Februar 2021
    Im U-Bahnhof ft wurde ein Hakenkreuz an die Wand geschmiert.
    Quelle:
  • 15. Februar 2021
    In der Kreutziger Ecke Boxhagener Straße sowie an der Bushaltestelle Boxhagener Platz wurden Sticker mit Vermerk auf eine transfeindliche Homepage entdeckt und entfernt. Es handelte sich um Sticker von transsexklusiven radikalen Feministinnen.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 12. Februar 2021
    Etliche Autos im Korso waren nach Zeug*innenberichten mit verschwörungsideologischer, antisemtischer und sonstiger Neonazipropaganda beklebt. Wie Dokumentationen von Teilnehmer*innen auf verschiedenen Internetseiten und -plattformen zu entnehmen war, hielt der Anmelder des rechten, verschwörungsideologischen "Autocorso Ost" auf der Abschlußkundgebung am Straußberger Platz eine Ansprache, in der er der Politik unterstellte, der Lockdown wäre vorsätzlich und eine Straftat und er sprach die Drohung aus, mit den Verantwortlichen werde am Ende noch abgerechnet. Außerdem wurde sich dafür bedankt, daß einige Polizist*innen gerne den Autocorso schützend begleiten und man sich schon auf ein Wiedersehen bei den nächsten geplanten Demos in Berlin freue.

    Der Endpunkt Strausberger Platz ist seit Anfang Februar strategisch gewählt. Man möchte dahin, wo der meiste Protest vermutet wird. In Livestreams hieß es in Interviews immer wieder, dass hier ja die Linken und die "Chaoten in der Rigaer" wohnen. Man möchte mögliche Straftaten der "Schlafschafe und Impfverseuchten" aufdecken.

    Der "Ostcorso" wurde schnell beliebter als der "Westkorso". Er zog auch mehr extreme Rechte an, da dieser auch von der AfD beworben und durch die Teilnahme von Andreas Wild unterstützt wurde.
    Quelle: Youtube u. a.
  • 11. Februar 2021
    In der Wühlischstraße wurde ein „Q-Anon“ Sticker von einem extrem rechten Onlinehandel aus Halle entfernt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 11. Februar 2021
    In der Ohlauer / Ecke Reichenberger Straße wurde an einer Bushaltestelle ein, von einer extrem rechten Jugendgruppe umgestaltetes, Plakat mit der Aufschrift „Zeig Migrantengewalt an“ gemeldet.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 9. Februar 2021
    Zwei Männer standen gegen 16:30 Uhr am Eingang Oppelner Straße im Görlitzer Park und unterhielten sich. Der Park war gut besucht, viele Familien mit Kindern fuhren Schlitten. Außerhalb des Parks hielt ein Polizeiauto und sechs Beamt*innen kamen gezielt zu den beiden Männern und führten sie für eine Personenkontrolle aus dem Park. Weiß gelesene Menschen wurden nicht kontrolliert. Die Männer mussten sich mit Händen an eine Mauer stellen, wurden durchsucht und dabei verbal eingeschüchtert. Zeug*innen erkannten hier diskriminierendes Racial Profiling, da die Polizeibeamt*innen ausschließlich Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kontrollierten und ihnen ohne ersichtlichen Grund Platzverweise erteilten.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 8. Februar 2021
    An der Fassade eines Hauses in der Frankfurter Allee 36B wurde ein „Keltenkreuz“ (verbotenes Symbol der White Power-Bewegung) mit schwarzem Stift geschmiert. Ebenso in der Frankfurter Allee 34 am Durchgang zur Kreutziger Straße, dort wurde das Keltenkreuz um dem Schfritzug „Occident“ ergänzt, wahrscheinlich gemeint als vermeintlicher Gegenpart zu „Orient“.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 8. Februar 2021
    Am Eingang eines Hostels in der Kreutzigerstraße wurden Plakate mit rechten Schmierereien versehen, u.a. mit einem Hakenkreuz.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 7. Februar 2021
    Wie der Tagesspiegel berichtete, wurde am Ostkreuz ein Mann in Gewahrsam genommen, nachdem er Beamt*innen beleidigte und "Sieg Heil" gerufen hatte.
    Quelle: Tagesspiegel vom 07.02.21
  • 7. Februar 2021
    Gegen 16 Uhr äußerte ein Mann extrem rechte und rassistische Sprüche gegen ein Päärchen, daß unter der S-Bahn-Brücke Getränke an Obdachlose verteilte. Als die Opfer die Polizei allarmierten, schlug der Mann mit einer Glasflasche auf den Arm des Opfers und zerbrach seine Brille. Der Lebensgefährtin und einem weiteren Zeugen drohte er mit der Flasche.
    Quelle: Polizei Nr. 0309, Berliner Zeitung
  • 2. Februar 2021
    An eienm Hauseingang in der Finowstraße wurde ein Graffito „Zecken jagen“ angebracht.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 30. Januar 2021
    Gegen ca. 16 Uhr wurde von Spaziergänger*innen am Ausgangs Lausitzer Platz eine Polizeikontrolle von sechs Männern in einigen Metern Abstand beobachtet. Auch die Beobachter*innen wurden daraufhin kontrolliert. Die vorher kontrollierten Personen erhielten ohne Grund Platzverweise, die weiß gelesenen Beobachter*innen nicht. Wie später bekannt wurde, wurde mindestens eine weitere Person grundlos kontrolliert und ein Platzverweis erteilt. Die Beobachter*innen empfanden das Vorgehen als diskriminierendes Racial Profiling, da die Polizeibeamt*innen ausschließlich Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kontrollierten und ihnen ohne ersichtlichen Grund Platzverweise erteilten.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 30. Januar 2021
    Zeug*innen haben am U-Bahn-Ausgang Kottbusser Tor beobachtet, wie eine festgenommene Person of Colour von mehreren Polizist*innen in zivil und Uniform zum Einsatzwagen verbracht wurde. Die Person wurde mit dem Gesicht gegen das Fahrzeug gedrückt und war von sechs Beamt*innen umgeben, von denen einer keine Maske und einer sie nur unter der Nase trug. Als einer der Zeug*innen die festgenommene Person fragte, ob sie Unterstützung bräuchte, wurde sie mehrmals sehr stark von zwei Polizisten gestoßen, besonders von dem ohne Maske. Auch die zweite Zeugin wurde weggestoßen. Die Zeug*innen beriefen sich auf ihr Recht, in gebürendem Abstand zu beobachten und forderten die Polizisten auf, die Mund-Nasen-Bedeckung vorschriftsmäßig zu tragen, da sie die Gesundheit der festgenommenen Person gefährdeten. Unter Murren setzten sie die Masken ordentlich auf. Die festgenommene Person wurde in Handschellen zu einem anderen Einsatzwagen verbracht und abtransportiert. Der Festgenommene war die ganze Zeit über sehr ruhig und kooperativ.

    Die Zeug*innen gingen von Racial Profiling aus, da davon auszugehen war, das das unverhältnismäßige Vorgehen bei einer weiß gelesenen Person so wohl nicht stattgefunden hätte.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 30. Januar 2021
    Bei einer Polizeikontrolle wegen einer unerlaubten Party beim rechten Verschwörungsideologen und Corona-Leugner "Captain Future" kam es neben einer Anzeige und Platzverweisen gegen die Gäst*innen von diesen zu NS-relativierenden Aussagen gegenüber der Polizei.
    Quelle: BZ, Tagesspiegel vom 31.01.2021
  • 29. Januar 2021
    Die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ verteilte in Friedrichshain-Kreuzberg nach eigenen Angaben Flyer zu ihrer aktuellen Kampagne in Briefkästen.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 27. Januar 2021
    Im Fenster des Hauses Eldenaer Straße 45 wurde ein gemaltes Hakenkreuz entdeckt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 26. Januar 2021
    In der Nähe des Traveplatz wurde ein selbstgefertigter Sticker „Kommies kremieren“ entfernt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 26. Januar 2021
    In der Finowstraße Nr. 13, 24, 28 und weiteren und in der Oderstraße wurde mehrmals "Islam raus“ an Hauswände geschmiert.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 26. Januar 2021
    An der Ecke Finow- /Oderstraße wurde ein Graffito "Sieg Heil" angebracht.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 26. Januar 2021
    In der Finow- und Scharnweberstraße wurde eine Stickerserie gegen politische Gegner*innen entfernt. Es handelte sich um "Anti-Antifa Sticker" mit dem Logo der "Autonomen Nationalisten", welches schon länger nicht mehr öffentlich auftauchte. Das neuerliche Auftauchen der Sticker, ist ein Zeichen der versuchten Raumnahme durch mindestens eine extrem rechte Person.

    Als ein Sammelbecken führender Autonomer Nationalisten hat sich seit ca. 2012 die von Worch gegründete Kleinstpartei "Die Rechte" etabliert. Nach dem Verbot der Vereinigung "Nationaler Widerstand Dortmund" organisierten sich führende Neonazi-Kader der Kameradschaftsszene wie Siegfried Borchardt oder Dennis Giemsch darin neu.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 25. Januar 2021
    Acht Anhänger*innen von "Querdenken" begaben sich um 18 Uhr auf einen "Kerzenmarsch" durch den Friedrichshainer Nordkiez. Sie starteten an der Samariterkirche, zogen durch die Bänschstraße und über den Forckenbeckplatz. In der Nähe des Platzes bedrohten zwei "Spaziergänger" eine Person mit Pfefferspray. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Bedrohung auf.
    Quelle: Twitter
  • 23. Januar 2021
    Ab 17 Uhr fand eine weitere rechtsoffene, verschwörungsideologische "Kulturveranstaltung" (zwei gab es bereits im Dezember 2020), organisiert von Synchronsprecher Marco Sven R., an der Warschauer Brücke statt. Bereits in der Ankündigung wurden zwischen Kulturschaffenden und demokratiefeindlichen Ärzten und Heilpraktikern Fake-Prallelen hergestellt und gegen die Demokratie gehetzt.

    Unterstützt wurde die Veranstaltung im weiteren Verlauf durch Anhänger*innen der "Freedom-Parade / Querdenken", die nach einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz mit einer Hand voll Personen dazustieß. Am Alex wurde für die Veranstaltung in Friedrichhain geworben.

    Redner auf der Bühne waren Michael B., Oliver B. und der Veranstalter selbst. Es wurden apokalyptische Szenen ausgemalt und religiöse Motive aufgegriffen.

    Bis auf die Protagonisten und eine Handvoll mitgebrachte Anhänger*innen hatte die Veranstaltung praktisch kein Publikum.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 19. Januar 2021
    Im nördlichen und südlichen Trave-Kiez wurde eine Stickerserie eines extrem rechten Onlinehandels aus Halle gemeldet. Die Sticker wurden entfernt. Sie richteten sich gegen politische Gegner*innen, Bill Gates und Greta und leugneten Corona.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 18. Januar 2021
    Gegen 16:30 Uhr beleidigte eine Person den Inhaber der "Asia Food & Sushi Bar" am Mehringdamm rassistisch. Als dieser darüber hinaus geforderte Papiere (Aufenthalts- und Standerlaubnis) nicht vorzeigte, nahm die Person eine Kunststoffflasche vom Tresen und warf sie in den Imbiß. Der Inhalt der Flasche übergoß auch das Gesicht und die Kleidung des Standbetreibers.

    Bei dem Angreifer handelte es sich um einen Bezirksverordneten der CDU aus Tempelhof-Schöneberg, der sein Amt als Ausschussvorsitzender für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten daraufhin niederlegte.
    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0124, Tagesspiegel vom 19.01.2021
  • 15. Januar 2021
    Gegen 22 Uhr wurde beobachtet, wie eine Gruppe von acht Männern eines Sicherheitsdienstes des ÖPNV einen obdachlosen Mann beschimpften und sich über ihn lustig machten. Dabei wurden demütigende Witze über den Zustand der betroffenen Person gemacht. Vermutlich kam es zu keinen weiteren Auseinandersetzungen, weil der Betroffene, so tat, als würde er dies nicht mitbekommen.
    Quelle: AnDi-App
  • 14. Januar 2021
    Ein Lehrer einer Kreuzberger Schule wurde anonym während des Online-Unterrichts mehrfach homophob beleidigt und beschimpft. Der Vorfall wurde der Schulleitung mitgeteilt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 10. Januar 2021
    Ein antirassistischer Sticker wurde mit einem scheinbar selbstproduzierten Sticker „Fuck Antifa“ überklebt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 9. Januar 2021
    Heute wurde gemeldet, daß bereits über mehrere Wochen im Gebiet Scharnweberstraße / Jungstraße geklebte Sticker entfernt wurden, die Corona leugneten und die Tageszeitung Tagesspiegel als "Tagesstürmer" diffamierten.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 8. Januar 2021
    Ein scheinbar selbstproduzierter Sicker mit der Aufschrift „RAPE RFGS are not welcome“ wurde am Schlesischen Tor entdeckt.
    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • 6. Januar 2021
    An der Ecke Kopernikus-/ Simon-Dach-Straße wurde ein Sticker der extrem rechten Freedom-Parade entfernt.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
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