4.12. Workshop zum Umgang mit rechtem Gedankengut bei Jugendlichen: Haltung zeigen – menschenverachtenden Positionen widersprechen

„Rassistische Aussagen machen mich oft sprachlos." „Macht es Sinn, jetzt zu diskutieren – oder habe ich noch andere Handlungsoptionen?" „Dann gingen mir die Argumente aus..." „Darf ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit ‚politisch' argumentieren – oder muss ich es sogar?"
Viele Fachkräfte und ehrenamtlich Tätige sind in ihren beruflichen Kontexten immer wieder mit schwierigen Positionen konfrontiert. Dies bringt Herausforderungen und Fragen mit sich: Wie kann mit Sprüchen und Provokationen souverän und angemessen umgegangen werden? Wann macht es Sinn, mit dem Gegenüber zu diskutieren – wann nicht?
Im Workshop liegt der Fokus auf eigenen Strategien, mit denen diskriminierenden, abwertenden und verletzenden Aussagen begegnet werden kann. Dazu gehört die Klärung der Frage, wann und mit wem ich eine argumentative Auseinandersetzung führen möchte. Teil dieses Prozesses ist die Reflexion des Settings, der eigenen Rolle und der eigenen Haltung: Wann und warum möchte ich pauschalisierenden, potentiell verletzenden Inhalten etwas entgegen setzen?
Hilfreich ist dabei Wissen darüber, wie recht(spopulistisch)e und rassistische Argumentationstechniken funktionieren und wie wir mit ihnen umgehen können. Ausgehend von den Situationen und Rollen, in denen sich die Teilnehmenden selbst befinden, werden exemplarisch mögliche Strategien in kurzen Übungen erprobt.
Der Workshop unterstützt dabei, die eigene inhaltliche Position zu stärken sowie mehr Souveränität in der konkreten Situation zu erlangen. Es verbindet die situative Ebene (Auftreten und Redeverhalten in konkreten Situationen) mit der Ebene der inhaltlichen Auseinandersetzung und einer Reflexion der eigenen Haltung.
Der Workshop wird mit Mitteln vom Integrationsfond des Bezirkes gefördert. Unser Ziel ist es Diskriminierung in Deutschland als alltägliches Problem sichtbar zu machen und unterschiedlichen Gruppen Mittel zum Handeln an die Hand zu geben. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist es Betroffenen einen geschützten Raum für ihre Erfahrungen zu geben. Die Beispiele und Ansätze sind ausgerichtet auf Jugendsozialarbeiter*innen sowie andere pädagogische Kräfte und Interessierte.
Die Veranstaltung wird voraussichtlich digital stattfinden.
Datum: 4.12.20
Zeit: 10h bis 13.30h
Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen im Voraus zugeschickt.
Fragen und Anmeldungen bitte unter: sz@berliner-register.de .