Chronik für Register Neukölln

  • 10. Juni 2017
    Um 11 Uhr hält die NPD unter dem Motto "Deutschland zuerst" eine Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln ab. Die 24 Kundgebungsteilnehmer zeigen rassistische Transparente. Der Neuköllner Kreisvorsitzende Jens Irgang und der ehemalige Landesvorsitzende der NPD Sebastian Schmidtke halten Redebeiträge. Etwa 100 Gegendemonstrant*innen protestieren lautstark.
    Quelle: Register Neukölln
  • 8. Juni 2017
    An einer Hauswand in der Weserstraße, Ecke Thiemannstraße ist mit Edding der Spruch "Rumänen raus" geschmiert.

    Aufgrund der oftmals fehlenden gesellschaftlichen Differenzierung zwischen einer Herkunft aus Rumänien und einem Roma-Hintergrund ist hier von einem antiziganistischen Motiv auszugehen.
    Quelle: Mobile Beratung gegen Rechts Berlin
  • 1. Juni 2017
    An den Baustellenschildern des U-Bahnhofs Rudow sind zwei Aufkleber angebracht, die in Frakturschrift "Merkel muss weg" fordern.

    Die Bundeskanzlerin wird in rechtspopulistischen und extrem rechten Kreisen als "Flüchtlingskanzlerin" betitelt und soll auch aus dem Grund abgesetzt werden.
    Quelle: Galerie Olga Benario
  • 30. Mai 2017
    Seit Februar werden im Rudower Frauenviertel regelmäßig extrem rechte Plakate angebracht, die zum Gedenken an den SA-Sturmführer Horst Wessel aufrufen.
    Quelle: Galerie Olga Benario
  • 29. Mai 2017
    An einem Laternenpfahl in der Werrastraße, Ecke Roseggerstraße wird ein Aufkleber der NPD mit dem Bild von Rudolf Hess gefunden und unkenntlich gemacht.
    Quelle: Register Neukölln
  • 29. Mai 2017
    Auf dem Spielplatz an der Roseggerstraße, Ecke Werrastraße berichtet ein kleines Mädchen seiner Mutter gegen 19 Uhr aufgeregt, dass eine andere Mutter gerade ihr Kind geschlagen habe. Das Mädchen kommentiert seine Beobachtung mit der Bemerkung "Die machen sowas, die Araber, die sind einfach bescheuert." Die Mutter des Mädchens nickt beim Hören dieses rassistischen Ausspruchs zustimmend.
    Quelle: Register Neukölln
  • 26. Mai 2017
    Gegen 14.50 Uhr wird ein 35-Jähriger auf dem Hermannplatz aus einer Gruppe von Frauen, Männern und Kindern heraus zunächst homophob beleidigt. Kurz darauf schlagen und treten die Männer der Gruppe den 35-Jährigen. Eine Passantin greift ein, bringt den Betroffenen in Sicherheit und ruft die Polizei.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 1208, Tagesspiegel 27.05.2017
  • 9. Mai 2017
    Ein 49-jähriger Mann stellt einen anderen Mann, der in Berlin regelmäßig Schilder mit antisemitischen und verschwörungstheoretischen Botschaften zeigt, wegen der präsentierten Plakate zur Rede. Daraufhin beginnt der zur Rede Gestellte den 49-Jährigen anzuschreien und zu schlagen.

    Der Betroffene hat Anzeige bei der Polizei erstattet.
    Quelle: Berliner Morgenpost 17.05.2017, ReachOut Berlin
  • 7. Mai 2017
    In der Ellricher Straße, Ecke Friedrichsbrunner Straße werden drei selbstgeschriebene Aufkleber, die gegen Geflüchtete hetzen, entdeckt. Mit diesen rassistischen Aufklebern wurden andere Aufkleber, die sich gegen Nazis richten, überklebt.
    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • 3. Mai 2017
    In der Nacht zu Mittwoch, gegen 2.10 Uhr, wird ein PKW in Britz in Brand gesetzt und brennt komplett aus. Die herbeigerufene Feuerwehr kann ein Übergreifen der Flammen auf ein nahegelegenes Wohnhaus verhindern. Die Besitzerin des Autos engagiert sich in der Unterstützung von Geflüchteten und gegen Rechtsextremismus, sodass von einer extrem rechten Tatmotivation auszugehen ist.
    Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin, rbb 3.05.2017, Berliner Morgenpost 3.05.2017
  • 30. April 2017
    Nachmittags gegen 16 Uhr hebt ein Mann, der in der Nähe der Hasenschenke in der Hasenheide vorbeiläuft, mehrfach den rechten Arm zum Hitlergruß.
    Quelle: Register Neukölln
  • 29. April 2017
    In der Hasenheide entbrennt zwischen einer etwa 40-jährigen Frau und einem ungefähr 70-jährigen Mann ein Streit um eine Sitzbank. Im Verlauf des Wortgefechts beleidigt die Frau den Mann mehrfach rassistisch und entfernt sich wenig später.
    Quelle: Register Neukölln
  • 29. April 2017
    Neun rassistische und rechte Aufkleber der NPD und der Identitären Bewegung werden in Rudow gefunden und entfernt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 24. April 2017
    Gegen 6.50 Uhr wird ein 22-jähriger Mann in der Ecke Fulda-/Weserstraße aus homophober Motivation von acht Personen umringt, beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Bereits zuvor wurde der Betroffene gegen 6 Uhr an der Ecke Ilse-/Schierker Straße und kurz darauf an der Ecke Fuldastraße/Sonnenallee von jeweils zwei Unbekannten homophob beleidigt.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 963, ReachOut
  • 22. April 2017
    15 rassistische und antilinke Sticker sind in Rudow verklebt worden. Teils stammen die Sticker von der NPD, teils sind sie ohne Impressum. Alle Aufkleber können restlos entfernt werden.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 14. April 2017
    In Rudow werden zwei rassistische NPD-Aufkleber, die gegen Geflüchtete hetzen, gefunden und beseitigt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 9. April 2017
    Gegen 18 Uhr wird in der Aronstraße eine 17-Jährige, die am 6. April bereits angegriffen wurde, erneut antiziganistisch beleidigt. Zwei Jugendliche vermummen sich mit Sturmhauben, beschimpfen die 17-Jährige und entfernen sich, bevor die alamierte Polizei eintrifft.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 843, Berliner Morgenpost 10.04.17, ReachOut Berlin
  • 8. April 2017
    In Rudow sind 15 Aufkleber verklebt worden, die rechte, rassistische und antilinke Botschaften transportieren. Die Aufkleber sind zum Teil der NPD und der AfD zuzuordnen, der Rest trägt kein Impressum. Alle Aufkleber können restlos entfernt werden.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 6. April 2017
    Eine 17-Jährige Frau, die in einem Mietshaus in der Aronsstraße wohnt, wird von einer Gruppe von Jugendlichen aus der Nachbarschaft antiziganistisch beleidigt, mit einem Stein beworfen und verletzt. Bereits in der Vergangenheit wurde die Frau wiederholt von den Jugendlichen beleidigt und angegriffen.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 843, Berliner Morgenpost 10.04.17, ReachOut Berlin
  • 1. April 2017
    In Rudow werden 20 Sticker mit rechten und rassistischen Slogans entdeckt und entfernt. Die Sticker stammen von NPD und AfD.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 29. März 2017
    An den Rolladen eines Büros am Weichselplatz verkleben Unbekannte mehrere anti-linke Aufkleber der Identitären.
    Quelle: Register Neukölln
  • 27. März 2017
    Am Einkaufszentrum "Neuköllner Tor", nahe dem S-Bahnhof Neukölln, führt die AfD einen Infostand durch. Mit dabei ist Andreas Wild, Kandidat der AfD für die anstehende Bundestagswahl. Nach 30 min muss der Stand abgebaut werden, weil keine Genehmigung für den Ort vorliegt.

    Die AfD ist ein Sammelbecken unterschiedlicher Kräfte und Personen, die in Teilen rechtspopulistische oder rechtsextreme Positionen vertreten.
    Quelle: Register Neukölln
  • 26. März 2017
    Gegen 17.20 Uhr wird ein Sticker mit rechtem Inhalt am Boddinplatz entdeckt. Auf dem Sticker, der kein V.i.S.d.P. aufwies, ist eine stilisierte Merkel-Raute gemeinsam mit dem Slogan "Lock her up" zu sehen.

    Die Bundeskanzlerin wird in rechtspopulistischen und extrem rechten Kreisen als "Flüchtlingskanzlerin" betitelt und soll auch aus dem Grund abgesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass der Aufkleber in diesen Kontext zählt.
    Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 23. März 2017
    Nach eigenen Angaben führt die NPD Neukölln eine mehrtägige Aktion durch, während der sie in Rudow und Gropiusstadt Flyer in Briefkästen steckt. Die Flyer mit den Titel "Sicherheit" und "Asylflut stoppen" propagieren rechte und rassistische Inhalte.
    Quelle: NPD Neukölln Facebookseite
  • 17. März 2017
    Gegen 12.45 klopft eine Frau an ein Büro am Weichselplatz. Sie gibt diverse verschwörungstheoretische Behauptungen von sich, etwa, dass die Deutschen staatenlos seien, der Faschismus in der BRD im Geheimen weitergeführt werde und die BRD nicht souverän, sondern immer noch im Krieg sei. Die Frau verteilt außerdem kleine Zettel. Auf diesen wird Werbung für eine Website gemacht, die dem Spektrum der Reichsbürger*innen zuzuordnen ist.
    Quelle: Amaro Foro e. V.
  • 17. März 2017
    In Rudow werden 4 NPD-Aufkleber mit rassistischen Aussagen gefunden und entfernt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 16. März 2017
    Gegen 8.45 Uhr werden in zwei Waggons der Ringbahn, auf Höhe S-Bahnhof Sonnenallee, mehrere Papierzettel entdeckt. Die Zettel enthalten verschwörungstheoretische Behauptungen und den Hinweis auf eine Website, die dem Spektrum der Reichsbürger*innen zuzuordnen ist,
    Quelle: Register Neukölln
  • 8. März 2017
    Ein Mann platzierte sich gegen 17.30 Uhr mit drei antisemitischen und verschwörungstheoretischen Plakaten am Hermannplatz, am Rande einer Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag.
    Quelle: Register Neukölln
  • 3. März 2017
    In Rudow werden rechte Aufkleber von der NPD, den Identitären und ohne Angabe des V. i. S. d. P. gefunden und entfernt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 25. Februar 2017
    In Rudow wird ein rechter Sticker entdeckt und entfernt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 21. Februar 2017
    Eine Frau, die in Begleitung eines Jungen auf dem Herrmannplatz unterwegs ist, wird gegen 15 Uhr von einem unbekannten Mann aus rassistischer Motivation beschimpft und bedroht. Eine Zeugin greift ein und wird ebenfalls bedrängt.
    Quelle: ReachOut Berlin
  • 17. Februar 2017
    In Rudow werden zwei Aufkleber entdeckt: Einer stammt von der NPD und transportiert eine antiziganistische Botschaft, der zweite trägt kein Impressum und enthält den rassistischen Slogan "Refugees not welcome".
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 11. Februar 2017
    Unter der Rudower Massantebrücke sind mit Edding vier antimuslimische Graffiti angebracht worden. Im Umkreis kleben zusätzliche mehrere rechte Aufkleber von NPD und AfD.

    Die AfD ist ein Sammelbecken unterschiedlicher Kräfte und Personen, die in Teilen rechtspopulistische oder rechtsextreme Positionen vertreten.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 9. Februar 2017
    Gegen 2.30 Uhr wird ein Auto in der Friederike-Nadig-Straße in Brand gesetzt. Der PKW brennt komplett aus. Die Autobesitzerin engagiert sich gegen Rechtsextremismus in Neukölln und ist in der "Galerie Olga Benario", die in der Vergangenheit bereits Ziel rechter Attacken war, aktiv. Daher ist von einer extrem rechten Tatmotivation auszugehen. Der Staatsschutz ermittelt.
    Quelle: vorwärts vom 9.02.2017, Tagesspiegel vom 9.02.2017
  • 8. Februar 2017
    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden die Fassaden bzw. Eingangsbereiche und zum Teil auch Hausflure von fünf Wohnhäusern in Nordneukölln mit schwarzer und roter Farbe beschmiert. An die Häuser werden Namen von dort lebenden, in linken und antifaschistischen Kontexten aktiven Privatpersonen und Beleidigungen gesprüht. Die Graffiti ähneln Schmierereien, die bereits Ende Dezember 2016 an sechs Neuköllner Wohnhäusern hinterlassen wurden.

    Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: taz vom 8.02.2017, Bündnis Neukölln, Register Neukölln
  • 4. Februar 2017
    In Rudow verkleben Unbekannte zwei NPD-Aufkleber mit antiziganistischen und rechten Slogans.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 29. Januar 2017
    Im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Neckarstraße beschimpft ein 53-jähriger alkoholisierter Mann seine Nachbarn rassistisch. Die Nachbarn rufen die Polizei, woraufhin der betrunkene Mann noch während der Vernehmung durch die Polizei gegen die Wohnungstür der zuvor beschimpften Nachbarn schlägt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 200
  • 23. Januar 2017
    In der Gielower Straße wird in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 1.30 Uhr der PKW eines antifaschistisch engagierten Gewerkschafters in Brand gesetzt. Der Motorraum des Autos brennt komplett aus, ein daneben parkendes Auto wird ebenfalls beschädigt. Es ist von einer extrem rechten Tatmotivation auszugehen. Der Staatsschutz ermittelt.
    Quelle: Berliner Morgenpost vom 24.01.2017
  • 23. Januar 2017
    In der Nacht von Sonntag auf Montag wird gegen 2.30 Uhr ein Auto in der Lauterberger Straße angezündet. Der Motorraum brennt komplett aus. Der Besitzers des PKWs ist Inhaber einer Buchhandlung in Rudow und engagiert sich in der Initiative "Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus". Bereits im Dezember 2016 wurden die Fensterscheiben seines Buchladens von Unbekannten eingeworfen.

    Eine extrem rechte Tatmotivation ist wahrscheinlich. Der Staatsschutz ermittelt.
    Quelle: Facebook Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus, Berliner Morgenpost vom 24.01.2017
  • 21. Januar 2017
    Am Bahnhof Britz-Süd sind mit Edding mehrere rechte Graffiti und Hakenkreuz angebracht worden, ein weiteres Hakenkreuz ist im Bahnhofsvorraum in den Putz geritzt. Auch ein rechter Aufkleber, der sich gegen die Asylpolitik richtet, wird entdeckt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 21. Januar 2017
    In der Nogatstraße in Neukölln wird auf einer auf der Straße abgestellten Couch ein gemaltes Hakenkreuz entdeckt.
    Quelle: Register Neukölln
  • 14. Januar 2017
    In der Nacht von Freitag auf Samstag wird in der Britzer Hufeisensiedlung der Privat-PKW einer Neuköllner Bezirksverordneten angezündet. Es entsteht ein erheblicher Sachschaden. Da sich die betroffene PKW-Besitzerin seit vielen Jahren u. a. als Gruppenleiterin der Neuköllner Falken antifaschistisch engagiert und auch in der Vergangenheit Ziel rechter Bedrohungen gewesen ist, ist von einem extrem rechten Tathintergrund auszugehen. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: SPD Neukölln, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin
  • 14. Januar 2017
    An der Haltestelle Britz-Süd der Linie M46 wird im Oberdeck des Busses hinten ein antimuslimischer Schriftzug entdeckt.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
  • 11. Januar 2017
    Gegen 23.30 Uhr klebt ein unbekannter Mann Sticker auf die Fensterscheiben und die Eingangstür einer Kneipe in der Pannierstraße. Die angebrachten Sticker stammen zum Teil von der Identitären Bewegung. Nachdem Besucher*innen der zu diesem Zeitpunkt gut besuchten Kneipe den Mann bemerken, verscheuchen sie ihn.

    Der Verjagte zieht daraufhin ein Messer und entfernt sich rückwärts gehend mit gezeigter Klinge.
    Quelle: Facebookseite Tristeza Kollektivkneipe
  • 6. Januar 2017
    Im Ortsteil Rudow haben Unbekannte an das Evangelische Gemeindehaus, an den Reichelt-Supermarkt und in Alt-Rudow mehrere Parolen mit rassistischem und antimuslimischen Inhalt gesprüht. Weitere Sprühereien zeigen das Kürzel "ANB" (für Autonome Nationalisten Berlin) und eine Odalrune. Zusätzlich sind mehrere Sticker von der NPD und den Identitären verklebt worden.
    Quelle: www.hassvernichtet.de
Subscribe to Chronik für Register Neukölln