Berlinweit

Es gibt Vorfälle, die nicht lokal zugeordnet werden können, weil sie an bestimmte Adressat_innen gerichtet sind. Wenn beispielsweise ein Projekt, das Antisemitismus dokumentiert, selbst Ziel von antisemitischen Beleidigungen und Bedrohungen wird, dann findet das unabhängig vom tatsächlichen Sitz des Projektes statt. Zählt man alle Vorfälle, die in einem Jahr bei solch einem Projekt anfallen in den jeweiligen Bezirk mit hinein, gewinnt man den Eindruck, dass eine Region besonders stark von antisemitischen Vorfällen betroffen ist. Um Vorfälle zu dokumentieren, die innerhalb Berlins stattfinden, die aber nicht lokal wirken, wurde zum Mai 2017 die Kategorie "Berlinweit" eingeführt.

  • AfD Abgeordneter diskreditiert demokratiefördernde Projekte als Teil eines linksextremen Netzwerks

    Ein AfD Abgeordneter des Abgeordnetenhauses Berlin stellt eine schriftliche Anfrage, in der Verbindungen erfragt werden, die zwischen den Trägern demokratiefördernder Projekte in Berlin, den demokratischen Parteien (nur Linke, SPD und Grüne) und vermeintlichen linksextremen Beschäftigten bestehen könnten. Alle Trägervereine der Berliner Registerstellen werden neben vielen anderen aufgelistet. Die Anfrage mit dem Titel "Linksextremistische Netzwerke in Berlin" soll die demokratiefördernde Arbeit aller Trägervereine des Landesprogramms entwerten und deren Finanzierung in Frage stellen. Mit Anfragen wie dieser, versucht die AfD zivilgesellschaftliches und demokratisches Engagement einzuschüchtern. Ähnliche Anfragen wurden in mehreren Bezirksparlamenten gestellt.
    Die komplette Anfrage und die Antwort des Berliner Senats ist unter http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-... im Internet zu finden.

    Register: 
    Berlinweit
    Datum: 
    2017-08-22 00:00:00
    Quelle: 
    Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 18 / 12127
  • AfD-Politiker verunglimpft "Gastarbeiter" und Jugendgruppen

    Ein Politiker, der Kandidat der AfD für die Bundestagswahl 2017 ist, bezeichnet auf in einem Blogeintrag auf seiner Webseite „Gruppen von arabischen, türkischen oder afrikanischen Jugendlichen“ als „primitiv und bösartig“. "Gastarbeiter" bezeichnete er als "Gesindel".

    Register: 
    Berlinweit
    Datum: 
    2017-03-23 00:00:00
    Quelle: 
    Tagesspiegel 29.03.2017, Berliner Morgenpost 30.03.2017, Tagesspiegel 18.08.2017
  • Schmiererei in U6

    Auf eine Fensterscheibe in der U-Bahnlinie 6 wurde die Parole "Araber Dreck" mit Edding geschrieben. Die BVG wurde informiert und kümmert sich um die Beseitigung.

    Register: 
    Berlinweit
    Datum: 
    2017-07-06 00:00:00
    Quelle: 
    Berliner Register (via Twitter)