Halbjahresauswertung des Lichtenberger Registers erschienen

Im Juli ist die Auswertung des ersten Halbjahres 2016 des Lichtenberger Registers erschienen. Sie stellt eine weitere starke Steigerung der Vorfallszahlen fest:

Der Fall des angeblich am 11. Januar entführten Mädchens in Marzahn sorgte auch im Bezirk Lichtenberg für einige Aufregung. Eine neonazistische „Nein zum Heim“-Initiative nutzte die aufgeheizte Situation, um gezielt Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Mehrere Männer griffen daraufhin eine Flüchtlingsunterkunft in Falkenberg an und verletzten das Wachpersonal. Ein Flüchtling wurde am Nöldnerplatz attackiert, weitere in Marzahn-Hellersdorf. Die Entführung stellte sich später als Falschmeldung heraus. Der Fall zeigt die Emotionalität und auch die Aggressivität, mit der die gesellschaftliche Debatte um die Aufnahme von Flüchtlingen auch in Lichtenberg geführt wurde und wird.

Das schlägt sich auch in den Registerzahlen für das erste Halbjahr 2016 nieder. Von Januar bis Juni wurden in Lichtenberg 158 Vorfälle gezählt. Damit ist im Vergleich zum Vorjahr (1.HJ. 2015: 105) wiederum ein deutlicher Anstieg der Zahlen zu vermerken. Weiterhin ist die rassistische Mobilisierung gegen Flüchtlinge, ihre Unterbringungen und Unterstützer_innen das zentrale Thema der extremen Rechten.

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Die Halbjahresauswertung ist in Kürze in gedruckter Form erhältlich. Wenden Sie sich dafür an das Lichtenberger Register (register@licht-blicke.org). Wenn Sie die Auswertung des Lichtenberger Registers in Ihrer Nachbarschaftsvernetzung oder ähnlichen Runden vorstellen wollen, schreiben Sie uns eine Mail.