Bereits zwei rechte Angriffe im Lichtenberger Wahlkampf

Dass auch im Wahlkampf Neonazis und andere Rechte gewalttätig agieren ist keine Neuigkeit. Schon die vorangegangenen Wahlen zeigten die rechte Bereitschaft, aggressiv gegen Wahlhelfer_innen, deren Stände und Materialien vorzugehen.

In den letzten Monaten gab es im Zusammenhang mit der Wahl zum Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung zwei gewalttätige Aktionen:
Am 23. Juli griff ein Neonazi gegen Mittag einen Infostand der lokalen SPD am RIZ-Center in der Ribnitzer Straße an. Er beschädigte den Stand und bedrohte und beleidigte die Standbetreiber_innen. 
Am 10. September wurde ein Anwohner am Prerower Platz von einem AfD-Standbetreiber körperlich angegriffen. Der Anwohner stellte fest, dass AfD-Aufkleber an den Pollern des Centers angebracht worden waren. Als er begann, diese zu entfernen, wurde er von einem der Standbetreuer daran gehindert und so kräftig geschubst, dass er zu Boden fiel. Die Polizei wurde dazugerufen und nahm eine Anzeige auf.

Eine ausfühliche berlinweite Auswertung der Wahl wird durch die Berliner Register im Nachgang des 18. September solche und ähnliche Fälle zusammenfassen und analysieren.