Ergebnisse des Registers Treptow-Köpenick für 2013

Treptow-Köpenick hat im Vergleich zu anderen Regionen weiterhin eine deutlich sichtbare und aktive rechte Szene, die den Großteil der gesammelten Vorfälle verursacht. Der Bezirk beherbergt die Bundeszentrale der NPD in Köpenick und hat in der Region rund um den Bahnhof Schöneweide mit einer verfestigten rechten Szene zu tun, die dort wohnt, Geschäfte betreibt. Die hegemoniale Bestrebungen lassen spürbar nach.

Auswertung des Pankower Registers für 2013

Die [mosktio] Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Vielfalt registrierte im Jahr 2013 insgesamt 154 Vorfälle, denen als Motiv Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Antisemitismus, Homo-/Transphobie o.ä.) und/oder eine rechtspopulistische, rechtsextreme bis neonazistische Einstellung zu Grunde lagen. Gegenüber dem Vorjahr sind dies über 50 Meldungen mehr (2012: 95) und gegenüber dem Jahr 2011 (116) stellt dies ebenfalls eine signifikante Steigerung dar.

Presseschau vom 12. März 2014

Am 12. März fand im Prenzlauer Berg die Pressekonferenz zur Vorstellung der Register- und ReachOut-Zahlen des Jahres 2013 statt. Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse findet sich hier.

Die bisher dazu erschienenen Pressebeiträge:
 

Das geschah 2013 in Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf wertete insgesamt 90 rechte und diskriminierende Vorfälle im Bezirk aus. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2012 (43 Vorfälle). Es gab insgesamt 11 gewalttätige Angriffe zzgl. 2 anonymisierten Angriffen (2012: 12+1).

Pressemappe der Auswertungen 2013

ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und die Berliner Register recherchieren, dokumentieren und analysieren Angriffe und andere Vorfälle mit rassistischem, antisemitischem, homophobem und rechtsextremem Hintergrund in Berlin. Die Ergebnisse für das Jahr 2013 werden in einem Pressegespräch veröffentlicht. 
 

Broschüre "Die Berliner Register"

Die Broschüre resultiert aus der Zusammenarbeit aller derzeit in Berlin tätigen Registerstellen. Sie wird im ersten Teil des Hefts einen Einblick in die Arbeit der Register geben und den Zweck der Register verständlich machen. Dazu stellen sich - über das Heft verteilt - die vorhandenen Registerstellen vor und berichten über ihre regionalen Besonderheiten.
 
In Gastbeiträgen werden auch Phänomene wie Rassismus, Neonazismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Antisemitismus und Feindschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen (Ableismus) näher betrachtet. 

Pressegespräch zu Ergebnissen aus 2013

Einladung zum Pressegespräch
 
ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und die Berliner Register recherchieren, dokumentieren und analysieren Angriffe und andere Vorfälle mit rassistischem, antisemitischem, homophobem und rechtsextremem Hintergrund in Berlin. Die Ergebnisse für das Jahr 2013 werden in einem Pressegespräch veröffentlicht.
 
Mittwoch 12. März 2014, 11 Uhr, Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz (Fehrbelliner Straße 92, 10119 Berlin)
 

Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf

Hier gibt es doch kein Naziproblem… so lautet eine weit verbreitete Annahme. Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf geht dieser Frage auf den Grund: Es dokumentiert extrem rechte und diskriminierende Vorfälle in diesem Berliner Bezirk. Bürger*innen aus dem Bezirk melden dem Register solche Vorfälle. Hier werden sie gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht.

Das Pankower Register

Das Pankower Register entstand im April 2005 im Rahmen der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans Pankow. Seitdem betreut und publiziert die Netzwerkstelle [moskito] jährlich diese Pankower Chronik rassistisch, antisemitisch, homophob und rechtsextrem motivierter Übergriffe, Vorfälle und Propaganda. Das Pankower Register wird jährlich in der Bezirksvollversammlung vorgestellt und einer breiten Öffentlichkeit über Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht.

Das Register in Friedrichshain-Kreuzberg

Das Register Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Initiative gegen Rechts und UBI KLiZ e.V. Die Initiative gegen Rechts wurde im Januar 2006 gegründet, da damals Friedrichshain die Statistik rechter Übergriffe anführte. Verschiedene Einzelpersonen, Parteien und Vereine schlossen sich zusammen um gemeinsam etwas dagegen zu unternehmen. 2009 ging daraus das Register hervor, um einen umfassenden Überblick über rechte Umtriebe im Stadtteil Friedrichshain zu erlangen. Seit 2011 werden auch die Vorfälle in Kreuzberg vom Register mit erfasst.

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