Meldebogen für Registervorfälle

Vorfälle können nun auch per Online-Formular an die Register gemeldet werden. Das ausgefüllte Formular kann entweder an die Registerstelle des Bezirks gesendet werden, in dem der Vorfall stattgefunden hat oder an die Koordinierungsstelle (info@berliner-register.de).

Mehrere Angriffe und Bedrohungen mit rassistischer Motivation in Lichtenberg

In den letzten drei Monaten haben sich mehrere Übergriffe und Bedrohungen ereignet, die uns jetzt erst erreicht haben. Sie zeigen die Spannbreite rechter Aggressionen, deren Zahl sich in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge nochmal gesteigert hat.

Berliner Register in Reinickendorf gestartet

Seit Juli 2015 gibt es jetzt auch ein Register für Reinickendorf. Koordinierungsstelle ist die ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe e.V. Vorfälle können unter register [at] verdi-jbs.de gemeldet werden.

Zwischenauswertung der Register (August 2015)

Angriffe auf geflüchtete Menschen und deren Unterkünfte sind täglich in der Presse. Auch bei den Berliner Registern wurde nachgefragt, ob die bisher dokumentierten Vorfälle einen Anstieg rassistischer Gewalt aufzeigen. Um dies zu überprüfen haben wir unsere Zahlen mit Stand bis zum 23.08.2015 ausgewertet. Diese Zahlen sind nur vorläufig, denn im Verlauf des Jahres wird es Nachmeldungen geben und einen Abgleich mit den Fällen, die unsere Kooperationspartner dokumentiert haben.

Halbjahresanalyse des Pankower Registers für 2015

[moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Vielfalt registrierte im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 105 Vorfälle, denen als Motiv Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Antisemitismus, Homo-/Transphobie o. ä.) und/oder eine rechtspopulistische, rechtsextreme bis neonazistische Einstellung zu Grunde lagen. Gegenüber den Vorjahren ist somit die Zahl der Vorfälle stark gestiegen (2014: 73, 2013: 71). Schwerpunkt war der Ortsteil Berlin-Buch.

Antisemitische Ausdrucksformen auf dem Al-Quds-Aufmarsch in Berlin – 2015

Am 11. Juli organisierte die Quds-AG des Vereins „Islamische Gemeinde der Iraner in Berlin-Brandenburg e. V.” den neunzehnten Al-Quds-Aufmarsch in Berlin.

Das Wort >jahudi< wird in Arabien falsch benutzt. Juden sind unsere Brüder und Freunde. Zionisten bleiben unsere Feinde.
(Jürgen Grassmann, Anmelder des diesjährigen Al-Quds-Aufmarsch in Berlin, 11. Juli 2015)

Halbjahresbericht des Registers Friedrichshain-Kreuzberg

Der diesjährige Halbjahresbericht des Registers Friedrichshain-Kreuzberg ist online, mit einem kleinen Beitrag auch zur Biermeile. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zahlen in Friedrichshain-Kreuzberg stark zurückgegangen sind. Auch verzeichneten wir die geringste Anzahl von Angriffen seit 2012. Daraus jedoch auf einen Rückgang von rechten, rassistischen und antisemitischen Einstellungen bei den Menschen zu schließen, halten wir für verfrüht.

Berichterstattung zu Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Neue Deutschland berichtete am 3. Juli 2015 über die abgesagte Filmvorführung einer ukrainisch-nationalistischen Gruppe im Rathaus Charlottenburg. Dazu hat das Register Charlottenburg-Wilmersdorf Stellung bezogen:

Halbjahresrückblick des Lichtenberger Registers (1. HJ 2015)

Im Laufe des ersten Halbjahrs 2015 wurden in Lichtenberg 101 Vorfälle gezählt. Das sind mehr, als jemals in diesem Zeitraum gezählt wurden. Im selben Vorjahrezeitraum wurden 46 Vorfälle aufgenommen. Das entspricht einer Verdoppelung der Vorfälle.

Pressemitteilung: Berliner Register lehnen CDU-Vorschlag zur Einrichtung von „Extremismusregistern“ ab

17.06.2015. Die „Berliner Register“ lehnen den Vorschlag der CDU Treptow-Köpenick ab, Register gegen „Linksextremismus“ und „religiösen Extremismus“ einzurichten. Der Antrag beim Landesparteitag der CDU wurde damit begründet, dass Antisemitismus und Homophobie zunehmend von Menschen mit arabischem oder türkischem Hintergrund ausgehen würden. Würde die Herkunft der Täter erfasst, könnten die Probleme besser bearbeitet werden. Der Landesparteitag der CDU hat sich am Wochenende für die Einführung von „Extremismusregistern“ ausgesprochen.

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